Die Petronas Towers in Kuala Lumpur (Malaysia)

Günstig reisen mit Airbnb

Unseren letzten geplanten Urlaub mussten wir leider verlegen, da einfach zu viel zu tun war und wir sonst gar nicht erst weggekommen wären. Es klappte nur, wenn wir über die Feiertage (Weihnachten und Silvester) fahren würden, also mussten wir in den sauren Apfel beißen und nicht nur auf die Familienfeiern zuhause verzichten, sondern auch viel teurere Preise für Hotel und Flug in Kauf nehmen. Also gingen wir auf die Suche und hielten Ausschau nach Unterkünften für diesen Zeitraum. Bei den Hotelpreisen wurde dann sogar unserem Taschenrechner schlecht. Aber was nun?

er02Wir verbrachten an dem Abend unserer Reiseplanung 2-3 Stunden alleine damit, zu schauen, in welchem Zeitraum welche Hotels wie viel kosten, denn bisher hatten wir ja nur den überteuerten Hin- und Rückflug gebucht. Wir hätten die Preise zwar zähneknirschend bezahlen können, es musste aber noch eine andere Lösung für unser Hotel-zu-teuer-Problem geben. Als wir schon buchen wollten erinnerte ich mich an eine Webseite, die ich immer wieder in den Podcasts sah, die ich so höre. Sie hat irgendetwas mit Reisen zu tun, laut meiner Erinnerung …

Also besuchten wir die Webseite von „Airbnb„. Und siehe da: Genau das hatten wir gesucht!

Airbnb Webseite

Airbnb Webseite

Auf der Webseite findet man Unterkünfte, die vermietet werden und zwar von Privatpersonen. Dabei kann es ein Zimmer, eine Wohnung, ein Haus oder gar eine ganze Insel sein. Und das überall auf der Welt. Das Bewertungssystem half uns, Wohnungen zu finden, welche in den Zeiträumen auch noch zur Verfügung standen. Wir schrieben ein Pärchen in Singapur an und innerhalb von wenigen Stunden kam schon die Bestätigung. Zu einem Bruchteil des Hotelpreises! Nach einigen sehr netten Mails waren wir sehr gespannt, was uns in Singapur erwarten würde. Die Wohnung war in einem Condominium (ein bewachtes Hochhaus, oft mit Pool und Fitnessräumen, nicht gerade günstig) nur 200 Meter von der nächsten U-Bahnstation entfernt und eines der besten Einkaufszentren in Singapur lag auf der anderen Straßenseite. Wir gaben unsere Flugdaten zuvor durch und damit war auch klar, wann wir ca. in der Wohnung sein würden. Die Wegbeschreibung bekommt man direkt nach erfolgreicher Buchung. Es war einfach zu finden und wir wurden sehr herzlich empfangen. Mit dem eigenen Schlüssel ging es dann noch zum Abendessen ins benachbarte Vivocity. Wir haben in der Zeit in Singapur zwar den Pool nicht genutzt, weil wir immer unterwegs waren oder uns mal im Zimmer ausgeruht haben, aber wir hätten auch die Wohnung ganz normal benutzen können, als wäre es unsere eigene gewesen.

Der Foodcourt im Vivocity Einkaufszentrum in Singapur

Der Foodcourt im Vivocity Einkaufszentrum in Singapur

Von Singapur aus überlegten wir dann, weiter auf die Insel Penang in Malaysia zu reisen. Mit dem Laptop (Wir konnten das WLAN unserer Vermieter kostenlos nutzen!) suchten wir auf der Airbnb-Website unsere nächste Unterkunft aus. Ebenfalls wieder ein Zimmer in Strandnähe mit einer sehr netten Beschreibung des Besitzers (Man muss ihn einfach kennenlernen!). Ein paar Nachrichten gingen hin und her und wir buchten das Zimmer. Diesmal bot uns der Eigentümer an, einen Freund zu schicken, der uns mit seinem Taxi direkt am Flughafen abholt und uns ans andere Ende der Insel zu unserer neuen Herberge bringt. Warum denn auch nicht, alles hat schließlich super geklappt. Und so war es auch! Der Fahrer holte uns ab und brachte uns direkt zum Condominium unseres neuen Vermieters. Die Rückfahrt mit demselben Fahrer haben gleich fest gemacht. Was ein toller Service. Mit unserem französischen Vermieter Michél haben wir sogar eine Tagestour über die Insel gemacht, welcher er, wenn es gewünscht wird, mit all seinen Gästen macht. Auch ein Couchsurfer war in der Zeit bei uns in der Wohnung, aber da wir eh nur zum Schlafen da waren, war es nie zu voll oder gar störend. Couchsurfing ist kostenlos. Man bucht einfach eine „Couch“ in einem Land seiner Wahl und kann dort dann umsonst nächtigen. So lernt man viele Länder und Leute kennen, ohne viel Geld ausgeben zu müssen. Die Bewertungen hatten in diesem Fall vollkommen recht, man muss den lieben Gastgeber aus unserem Nachbarland wirklich kennenlernen, einfach ein Original!

Die Aussicht auf Batu Feringgi auf der Insel Penang (Malaysia)

Die Aussicht auf den Strand Batu Ferringhi auf der Insel Penang (Malaysia)

Nach Penang flogen wir weiter nach Kuala Lumpur. Die Unterkunft mitten in der Stadt hatten wir von Penang aus gebucht (Wieder mit kostenlosem WLAN!). Ein Kriterium, was wir immer mit angeben, bei der Unterkunftsuche, ist WLAN. Für uns einfach wichtig, gerade wenn man hier und da mal spontan sein will oder seine Pläne ändert. Ein Zimmer im zehnten Stockwerk eines weiteren Condo, mitten in Kuala Lumpur. Der Pool war auf dem Dach, 20. Stock. Zu Fuß waren wir nach wenigen Schritten im Zentrum, zwischen all den Essenständen, Einkaufszentren und nicht weit von den Petronas Towers, welche mal die höchsten Türme der Welt waren. Fast alles war direkt zu Fuß erreichbar und das für wirklich wenig Geld. Der Besitzer der Wohnung war ein Engländer. Ein super netter Mann. Seine Vergangenheit im Hotelgewerbe hat man direkt gespürt. Wir wurden herzlich willkommen mit einem selbstbemalten Türschild. Natürlich waren in der Wohnung auch eine Ansammlung von Filmen, falls man mal einen schauen will und besonders gut fanden wir die Schirme, die man einfach mal so mitnehmen konnte, wenn man in die Stadt gehen will. Und das ist während der Regenzeit auch notwendig! Es kann von der einen zu anderen Sekunde einfach anfangen zu regnen. Und wir reden nicht über kleinere Tröpfchen … Das ist dann oft ein größerer Guss! Er hat einfach an alles gedacht. In seiner Wohnung, die zwei Schlafzimmer hatte, wovon aber nur unseres belegt war, fühlte man sich eher wie in einem 4-Sterne-Hotel. Allerdings für nur einen Bruchteil der Kosten!

Ein herzliches Willkommen in Kuala Lumpur (Malaysia)

Ein herzliches Willkommen in Kuala Lumpur (Malaysia)

Nach unseren drei Versuchen mit „Airbnb“ in nur einem Urlaub, steht für uns fest, dass dies eine tolle Art ist, Urlaub zu machen. Die Vorteile dabei sind nicht nur der Preis für die Zimmer oder auch Wohnungen, sondern man hat direkt einen Ansprechpartner vor Ort, der einem viele Tipps geben kann. Speziell, wenn man etwas sucht, was es nicht überall gibt. Man kommt auch schneller mit anderen Reisenden in Kontakt und kann sich austauschen. Wir werden weiterhin den Service von „Airbnb“ benutzen. Die Bezahlung ist einfach und unkompliziert und das Bewertungssystem gibt einem auch Sicherheit bei der Reise.
Was wir erlebt haben, bekommt man nicht auf anderen Wegen. Es war spannend und wir können es jedem nur empfehlen. Probiert es einfach mal aus. Wir werden „Airbnb“ wohl meistens einem Hotel vorziehen in Zukunft.
Wir hoffen, unsere Erfahrungen ermutigen dich es auch mal zu probieren. Viel Spaß, egal wohin die Reise geht! Falls ihr zu Singapur oder Malaysia (Penang oder Kuala Lumpur) unsere Empfehlungen (Vermieter) wissen wollt, schreibt uns einfach an!

So macht Urlaub eben Spaß, dank Airbnb

So macht Urlaub eben Spaß, dank Airbnb

P.S.: Kleine Randnotiz: Ich hatte mir ca. 1 Woche zuvor die airbnb-iPhone App runtergeladen, da sie mir vorgeschlagen wurde, hatte das Programm aber gar nicht geöffnet.