Kimdo – authentische japanische Küche in Saarbrücken

Ein Gastbeitrag von Nina Neumann.

Richtig gute und authentische japanische Restaurants sind in Deutschland nicht immer leicht zu finden. Da ich aber ein großer Fan der japanischen Küche bin und leider zu selten in mein Lieblings-Reiseland reisen kann, muss ich mich mit der Suche nach guten Restaurants in dieser kulinarischen Ecke begnügen. So einiges ist mit der Zeit zusammen gekommen und ich möchte diese Tipps gerne mit Dir teilen.

gastbeitrag_nina-neumannAber fangen wir von vorne an – zuerst möchte ich mich kurz bei Dir vorstellen: Ich heiße Nina und blogge sonst auf meinem Fotoblog Farbsalat. Neben der Fotografie ist jedoch Japan meine große Leidenschaft und nach mehreren Reisen dorthin kann ich mit so manchem Tipp für Japanbegeisterte dienen. Als treue gourMETTs-Leserin bin ich gerne dem Angebot von Frank und Denise nachgekommen, einen Gastartikel über meine Erfahrungen zu schreiben. Und so möchte ich Dir heute meine Tipps zur japanischen Küche nicht vorenthalten.

Ich wohne seit ein paar Jahren im kleinen Saarland und musste feststellen, dass es hier so einiges Leckeres zu entdecken gibt. Und eines meiner Lieblings-Restaurants mitten in Saarbrücken ist Thema des heutigen Artikels.

Das japanische Restaurant Kimdo

Das japanische Restaurant Kimdo

Japanische Küche ist mehr als Sushi
Mir hatte ein Kollege schon öfter von dem Japaner in der Mainzer Straße vorgeschwärmt. Ein kleines Restaurant mit wenigen Plätzen, teilweise an der Theke, wo man dem Küchenchef direkt bei der Arbeit zuschauen kann. Die Preise seien zwar nicht ganz billig, aber der Preis der Gerichte sei absolut gerechtfertigt. Bingo! So wurde also schnell ein Plätzchen für zwei telefonisch reserviert. Ohne Reservierung muss man schon Glück haben, einen Sitzplatz zu erhalten …

Das Restaurant ist aufgeteilt in zwei Bereiche: Das Sushi-Restaurant und der Grill. Beide sind Tür an Tür und man kann im Grill-Bereich auch ohne weiteres Sushi bestellen. Mein Freund und ich bekamen einen Platz direkt an der Theke vor dem Grill. Was für ein Erlebnis! Bei so ziemlich jedem Gericht, das gerade fertiggestellt wurde, lief uns das Wasser im Munde zusammen und wir taten uns schwer bei der Wahl. Typisch Japanisch ist es, viele unterschiedliche Gerichte zusammenzustellen und so möglichst viel zu probieren. Preislich hatten wir uns dann auf eine Vorspeise, zwei Hauptgerichte und ein Dessert geeinigt.

Edamame_gourmetts

Edamame

Die Menüauswahl
Die Vorspeise waren gesalzene Edamame. Gedünstete grüne Bohnen, mit grobem Salz bestreut. Edamame Bohnen haben einen leicht nussigen Geschmack und sind ein herrlicher Snack zu Bier oder sonstigen kalten Getränken. Die Schale isst man nicht mit, sondern man drückt die Bohnen aus der Schale in den Mund. Lustig und sehr lecker. Die Bohnen gibt es selten in Deutschland in Restaurants, somit war dies schon ein guter Einstieg.

Als Hauptgang hatten wir gegrillten Lachs. Hmmm. Der Lachs wurde direkt vor uns auf der offenen Flamme gegrillt. Dieser Duft – und dass man genau verfolgen kann, wie sich der Koch so präzise der Zubereitung widmet. Auch dieser Gang war sehr schmackhaft, der Fisch hatte eine sehr gute Qualität und war butterzart.

Als zweiten Hauptgang wollten wir natürlich den rohen Fisch probieren – aber kein Sushi. Als Sashimi – also roher Fisch ohne Reis – kann man die Fisch-Qualität viel besser bewerten. Und auch hier wurden wir nicht enttäuscht. Der Fisch war sauber geschnitten, war super frisch und sehr lecker. Dazu gab es eine hausgemachte Sojasauce. Ein Traum. Aber dazu später mehr.

Nach dem Sashimi waren wir angenehm gesättigt. Nicht vollgefuttert – was immer das schöne an der japanischen Küche ist. Wenn es nicht gerade ein Sushi All you can eat ist, rollt man nicht aus dem Restaurant. Aber ich schweife ab, wir waren beim Nachtisch. Das Dessert war ganz simpel: Matcha-Eis. Das Grüntee-Eis war scheinbar auch selber gemacht, hatte keine Eiskristalle, schmeckte richtig vollmundig nach Matcha und war nicht zu süß. Mit etwas Schokoladensplittern, Fruchtsoße und Matchapulver bestreut war der Nachtisch genau richtig. Und einfach lecker.

Matchaeis_gourmetts

Matchaeis

So hatten wir uns einmal durch die einzelnen Gerichte gefuttert – beim nächsten Besuch wird mit dem Rest der Speisekarte weiter gemacht. Der Preis ist meiner Meinung nach absolut angemessen. Man erhält für sein Geld hochwertige und authentische japanische Gerichte. Die Atmosphäre ist zwar auch eher gehoben, aber man fühlt sich nicht unwohl, wenn man nicht in Anzug in den Laden spaziert. Für mich also eine absolute Empfehlung, die man jedem Liebhaber der japanischen Küche ans Herz legen kann.

Mein Tipp:
Probiert die Sojasauce zum Sushi oder Sashimi! Die ist der Hammer! Soweit ich weiß ist die hausgemacht und ganz ehrlich – so eine gute Sojasauce habe ich bisher noch nie außerhalb Japans vorgefunden. Sie ist nicht so dunkel wie die üblichen Sojasaucen und ist viel heller. Schon fast wie eine dunkle Gemüsebrühe. Und sie ist nicht so salzig. Stattdessen hat sie einen ganz eigenen, samtigen Geschmack. Ich war ganz ehrlich versucht die Sojasauce so aus dem Schälchen zu trinken … Das nächste Mal werde ich fragen, ob man auch etwas von der Sauce für den Eigengebrauch kaufen kann.

Lachs

Lachs

Du möchtest Dich selber von der Qualität der Speisen im Kimdo überzeugen? Dann schau einmal auf deren Webseite vorbei, reserviere Dir einen Platz und mach Dir ein eigenes Bild.

Du kennst andere gute Japaner in der Umgebung? Dann lass doch einen guten Tipp in den Kommentaren da. Oder schreibe, welches Gericht Dir im Kimdo besonders gut geschmeckt hat. Wir freuen uns auf Dein Feedback!