Mein Sprung in die Selbstständigkeit

Ich bin jetzt genau vier Monate selbstständig. Ende Mai 2014 habe ich all meinen Mut zusammengenommen und meinen sicheren Vollzeit-Job als Grafikerin in einer Agentur gekündigt. Bereue ich das? Auf gar keinen Fall! Aber ich fang am besten mal von vorne an und gehe ein paar Jahre in der Zeit zurück …

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Für dich selbst verantwortlich zu sein, heißt nicht automatisch, unsicheres Gelände zu betreten!

sie02Ich – vor ca. 8 bis 10 Jahren

Selbstständigkeit? Sein eigenes „Ding“ machen? Unabhängig sein? Eigene Entscheidungen über das Leben treffen? Ein Traum. Total unwirklich und eher eine Spinnerei. Ja … klar … man denkt da gerne mal drüber nach. Verliert sich in Träumereien. Was wäre wenn? Aber in meinen Gedanken ist das dann eher eine andere Person. Äußerlich vielleicht die Denise, aber nicht wirklich ich. Das traue ich mir nicht zu. Das ist einfach ne Nummer zu groß! Aber … träumen darf man ja … Und so arbeitet man weiter in seinem sicheren Kuschelbettchen in Form einer Agentur. Lässt andere für sich entscheiden. Lernt runterzuschlucken und zu kuschen … und bekommt jeden Monat sein sicheres Gehalt, mit dem man seine Miete zahlen kann.

Jeden Tag fährt man morgens hin und abends wieder zurück. Die Tage ähneln sich und man verfällt in einen Alltagstrott. Oft ist es sogar so, dass man seine Zeit im Büro nur absitzt. Denn, wenn man vor 18 Uhr den Bleistift fallen lässt, wird man direkt schief angeguckt. Egal, ob man am Vortag Überstunden gemacht hat oder gerade einfach nicht viel zu tun ist. Die „magische“ 18 Uhr darf nicht unterschritten werden!

Die Arbeitstage sind oft sehr lang oder kommen einem zumindest sehr lang vor. Das liegt daran, dass man immer auf die guten Sachen warten muss: die Mittagspause … den Feierabend … das Wochenende … den nächsten Brückentag … den nächsten Urlaub.

Ich – heute

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Wage den Sprung!

Es ist unglaublich schwierig, da wieder rauszukommen! Aber es lohnt sich unfassbar!
Trau dich und spring über die Klippe! Verschwende dein Leben nicht, indem du für andere arbeitest. Arbeite für dich selbst! Übernimm Verantwortung und genieße diese göttliche Freiheit, dein eigenes Leben zu leben. Sicherheit hast du nicht wirklich in deinem Job … du verlässt dich nur auf andere! Wenn du die Zügel selbst in die Hand nimmst, kannst du dir deine eigene Sicherheit aufbauen und bist unabhängig. Verlass dich auf dich selbst! Das hat viel mehr Substanz!

Du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben. Also behandle dich auch so und lass dich nicht von anderen fremdbestimmen.

 

selbstaendigkeit-4Der notwendige Schritt in die Selbstständigkeit ist die Kündigung, wenn du nicht sowieso gerade arbeitssuchend bist. Und dieser Schritt ist quasi der Sprung von der Klippe. Spring! Der Augenblick des Absprungs ist voller Adrenalin und Angst, aber der Fall danach umso schöner!

Wenn ich an die unmittelbare Zeit nach meiner Kündigung denke, könnte ich immer noch vor Freude hin- und her hüpfen. Und die Angst und die Selbstzweifel, die man vorher fühlt, gehen relativ schnell weg. Du musst an dich glauben! Du kannst so viel mehr erreichen und bewerkstelligen. Du hast es einfach drauf! Und wenn du für deine Ideen und deine Arbeit brennst, dann schaffst du das auch. Verlier nicht die Leidenschaft und den Willen!

selbstaendigkeit-5„Kennst du das Gefühl, selbstständig sein zu wollen oder bist du bereits selbstständig?
Was war deine Erfahrung? Ich würde mich sehr über Feedback freuen!“

 

Ich schreibe gerade mein erstes Buch über meinen „Sprung in die Selbstständigkeit“ mit all meinen Erfahrungen der letzten und kommenden Monate. Wenn du dich  in unsere Mailingliste einträgst, weißt du sofort Bescheid, wenn ich das Ding fertig habe. 🙂

  • Nina Neumann

    Hallo Denise,
    Ein wirklich schöner Artikel den ich absolut nachvollziehen kann. Ich bin leider noch in der Anlaufphase und habe mich in einigen Deiner Beschreibungen wiedererkannt. Ich würde lieber heute als morgen springen, aber leider gibt es da so viel vorzubereiten und man kämpft mit so einigen Ängsten. Ich würde sehr gerne mehr dazu von Dir lesen.
    Die DNX war zwar unglaublich inspirierend und bereichernd, aber als Nicht-Reiseblogger fühle ich mich noch immer in der Unterzahl und bin unsicher auf meiner Wegessuche. Ich bin gespannt darauf, was da so alles auf dem Weg kommt und hoffe es Dir bald gleich zu tun 🙂

    Viele Grüße
    Nina

    • Hey Nina,
      danke für dein Feedback! Ich verdiene ja gerade mein Geld auch nicht mit der Bloggerei … momentan ist es eher Freelancing, was mich die Miete zahlen lässt. Aber es ist eben so anders, wenn man sein eigener Chef ist. 🙂 Ich habe auch bestimmt ein Jahr lang geplant, aber irgendwann ist auch gut und man muss einfach starten. Der Rest kommt dann ganz von selbst. Und es muss auch nicht alles perfekt vorgeplant sein. Die Angst war da und teilweise auch sehr stark. Geht aber ganz schnell wieder weg, wenn man sieht, dass es tatsächlich klappt!

      Liebe Grüße
      Denise

      • Nina Neumann

        Hi Denis,
        ja alleine mit Bloggen Geld zu verdienen dauert eine gute Weile. Deswegen habe ich mich im Mai dazu entschlossen erst mal „nebenbei“ selbstständig zu machen. Aber Vollzeitjob und nebenbei Freelancing ist schon echt hart.

        Und dann kommen erste Aufträge und der normale Job verhindert, dass man flexibel genug Aufträge abarbeiten könnte… Aber es macht auf jeden Fall Mut, weil man sieht, dass man trotz über 40 Stunden 9 to 5 auch noch so etwas Geld in die Kasse bringen kann. Wenn also irgendwann der Sprung passiert, kann man über 40 Stunden mehr in die eigenen Projekte stecken, die dann ja noch erfolgreicher laufen sollten…

        Können wir uns vielleicht noch etwas mehr zu diesem Thema austauschen? Deine bisherige Reise würde mich sehr interessieren. Und es hilft denke ich auch dabei eigene Fragen und Ängste in Luft aufzulösen. Und vielleicht ergibt sich ja das eine oder andere interessante Thema für Dein Buch? 😉

        Viele Grüße
        Nina

  • Petra Vogel

    Hallo Denise,
    in Deiner Beschreibung erkenne ich mich wirklich wieder! Ich beginne im April eine Ausbildung zur Heilpraktikerin, und Jan, dass soll danach kommen ausser der Selbstständigkeit? Ich freue mich wirklich sehr auf die Ausbildung und darauf endlich „Frei“ zu sein! Aber…ich habe auch wirklich Angst vor dem Sprung! Es schwirren so viele Fragen durch meinen Kopf. Allen voran: Was ist wenn es schief geht?? Ich versuche diese Gedanken beiseite zu schieben, aber ich werde auch immer wieder damit konfrontiert. Jedem dem ich von meiner Ausbildung und meinen Plänen erzähle fragt mich dann: Und was wenn es schief geht? Es gibt Heilpraktiker wie Sand am Meer! Meine Antwort darauf ist meistens: Ja, das gibt es aber nicht wirklich viele die wirklich gut sind! Ob ich in dem was ich tun werde wirklich so gut sein werde das es zum wirklich frei sein und Leben reicht, weiss ich nicht! Aber Hey, ich kann es nicht wissen wenn ich es nicht ausprobiert habe!….Danke für diesen Beitrag, ich freue mich auf dein Buch.