21.01.2011 – Tag 12

Maun, Audi Camp => Moremi National Park, Third Bridge Camp (S 19 14.411° E 23 21.417 °)

Wie immer beginnen wir den Tag mit einem Frühstück. Es gibt Buffet und ich verzichte mal auf Eier und nehme Früchte und Joghurt. Dies ist wichtig für ein Vorfall später. Auf Gisberts Rat begebe ich mich schnellst mit Kamera zu den Toiletten, aber von der Käfer- und Spinnenplage, die mir groß angekündigt wurde, bekam ich einen toten und einen lebenden Käfer zu sehen. Womit sich dann das Fotografieren von Horden an Tierchen erstmal erübrigt. Nach dem Frühstück besorge ich mir einen Internetgutschein und empfange fröhlich Mails, jedoch werden keine Versendet. Da wir los müssen, kann ich mich nicht weiter damit befassen.
Wir fahren nach Maun, zum Flughafen. Während sich schon alle auf den Rundflug freuen, fahren Dirk und Falk, die nicht mitfliegen werden, zur Bank und zum Reservierungsbüro um Geld zu tauschen und die National Park-Reservierungen zu erledigen. Da Maun einen internationalen Flughafen hat, mit LED-Wänden, müssen wir durch die ganz normalen Sicherheitskontrollen inklusive Gepäck durchleuchten. Man erwähne nochmal dass wir einen Rundflug von 90-Minuten machen werden.
Unsere Maschine hat Platz für 7 Leute und ich darf neben dem Piloten Platz nehmen. Ausgestattet mit Kamera und Objektiven geht es los. Wir fliegen insgesamt mit 3 Flugzeugen. In der Luft gibt es eine wirklich tolle Aussicht zu genießen und wir fliegen recht lange, ohne Tiere am Boden zu erkennen. In dieser Zeit überlegt sich mein Magen, was er denn so tun könnte. Um dem flauen Gefühl entgegen zu wirken nehme ich einen Reisekaugummi, den Lena uns allen vorsichtshalber mal ausgeteilt hat. Eine gute Idee. Mein Magen beruhigt sich wieder und ich schieße weiter Fotos. Ein paar schöne Landschaften später lasse ich mir so eine kleine schicke Flugzeug-Tüte geben, zur Sicherheit. Der Magen lässt nicht locker und mir wird einfach nur schlecht. Wie gut dass ich eine Tüte habe. Ich glaube den Piloten erfreut dies nicht aber aussteigen kann ich ja nun nicht. Es geht wieder halbwegs aber mir ist ein wenig schwindelig. Wie es meinen Mitreisenden geht weiss ich nicht aber ich glaube sie haben ein wenig Mitleid mit mir. Weiter geht es mit Fotografieren und wir sehen auch inzwischen Elefantenherden und eine menge anderer Tiere. Im 10-Minuten Takt wechsle ich zwischen Tüte und Kamera. Nein, dies ist nicht schön und wenn ich ab und an auf die Uhr schaue, merke ich dass wir noch eine Weile fliegen. Eine menge Tüten später laden wir auch schon und anscheinend bin ich recht bleich im Gesicht, wie man mir versichert. Schwindelig ist mir auch gut und mein Kreislauf ist auch am Boden angekommen. Wir gehen in das Kaffee gegenüber und das Sitzen tut mir gut. Alle berichten vom Flug und von meinem Flug. Weiter geht es zum Einkaufen und Tanken. Da hier nicht alle Tankstellen beide Arten von Kraftstoff haben müssen wir zu 2 Tankstellen fahren. Ich beschließe mal ein wenig sitzen zu bleiben, das tut mir auch gut. Salzstangen Essen ist angesagt. Es regnet, aber wir haben trotzdem grob 25 Grad. Im Auto ist dies recht angenehm. Meinem Kreislauf geht es langsam besser, aber Schlafen wäre jetzt super. Über Funk kommt der Tageswunsch dass Alea mal sein Hemd über der Hose trägt. Ich glaube er hat dies nicht gehört und trägt weiterhin das Hemd in der Hose.
Wir sind fertig und fahren nun in die Richtung des Moremi National Park. Am South Gate angekommen melden wir uns an und fahren in den Park. Es ist Nachmittag und wir haben nur noch 40 km vor uns. Sollte ja machbar sein, denke ich mir einfach mal so. Wir fahren 15 Minuten und da wir das Navigationsteam sind, fahren wir auch an vorderster Front. Vor uns taucht eine riesige Elefantenherde auf. Ein Männchen stellt sich auf die Strasse und gestikuliert uns dass wir besser anhalten sollten. Das machen wir auch sofort. Ich schieße Fotos und wir warten brav bis alle Elefanten über die Strasse gelaufen sind. Von groß bis ganz klein sind alle dabei. Wahrscheinlich waren es ca. 30 Elefanten. Weiter geht es und wir sehen viele weitere Tiere am Rand des Weges. Die ersten Wasserlöcher kommen und nach einigen, durch die wir sehr gut durch kamen, sitzen wir nun fest. Alle steigen aus und Lasterbalk bekommt den „Depp des Tages“ verliehen. Nach dem ganzen Gelächter wird auch mal überlegt, wie man uns da wieder heraus bekommt. Aus eigener Kraft geht das wohl nicht. Gisbert und Tom ziehen uns am Abschleppseil langsam heraus …. juhuuu endlich. Den Spass kann ich jedem nur empfehlen.
Wir fahren mit 20-30 km/h durch hügligen Boden und viele weitere Schlammlöcher. Ich hoffe dabei dass wir nicht ewig spät ankommen werden. Glaube aber dass es schon Nacht wird. Wir kommen an eine Brücke, bei der uns der Ranger des Parks erklärte, wir sollten vorbei fahren. Dies geht wohl eher nicht, da überall nur Wasser ist. Tom testet die Brücke aus, kommt hinüber aber es brechen Holzbalken unter ihm zusammen. Der nächste ist Uwe. Er schafft es auch. Langsam fahren ist angesagt. Uwe, der viel Erfahrung hat beim Fahren durch Wasserlöcher hat, fährt vor und scoutet und wirklich klasse durch sämtliche Schlammlöcher. Das Entertainment Team wünscht allen anderen schön viel Spass bei der 2. Runde Bridge, denn die Brücke Nummer 2 kommt in einem Kilometer.
Zwischenzeitlich berichtet Falk, dass sein Auto nun „cold“ anzeigt, dies wird durch Lasterbalk kommentiert, dass dies die Wasserkühlung sei. Es wird dunkel und meine Sorge ist dass wir im Löwengebiet einfach in einem Schlammloch stecken bleiben. Ich weiss nicht wie es den anderen geht aber wir hoffen alle, dass keiner einen Fehler macht.
Nach unendlich langer Zeit kommen wir tatsächlich im Lager an, es ist stockdunkel und wir hören um uns herum alle möglichen Tiere miteinander summen oder zirpen. Tische und Stühle werden aufgebaut und es gibt noch Pellkartoffeln. Jedoch gehe ich heute, nach diesem Tag früh ins Bett und schlafe auch wie ein Stein.

Weiter zu Tag 13 =>