30.01.2011 – Tag 21

Kwando Camp Site => Nunda River Lodge (S 18 06.377° E 21 35.636°)

Es ist Morgen und eigentlich sollte Major Tom einen heißen Kaffee von Herrn Samoel selbst zubereitet, ans Bett geliefert bekommen. Dieser hat das aber wohl vergessen. Noch eine Dusche und dann bin auch auch wach, oder in einem ähnlichen Zustand. Nicht nur Katzen sondern auch Hunde gibt es hier auf der Campsite. Zwei davon umkreisen des Generals Fahrzeug, um dieses dann auch schön an jedem Rad zu markieren. Sehr lustig diese Szene. Er selbst bekommt davon aber nichts mit, denn er zählt noch Wasserbüffel im Traumland.
Wir haben eine Bootsfahrt über den Kwando gebucht und treten diese auch gleich an. 12 Leute in einem Boot und Gisi sitzt vorne links. Alea zeigt sich gleich begeistert von vielen Vögeln und erklärt dem ganzen Boot auch was er darüber weiss. Wir bekommen vom Kapitän auch genau erklärt was sich links und rechts von uns befindet. Interessant ist die Erklärung der Wasserlilie, die universale Verwendung bei den Einheimischen hier findet, z.B. als Trinkhalm, Hochzeitsschmuck, um Fische anzulocken und sicher noch einiges mehr. Als wir ein paar Hippos ins Wasser gleiten sehen bleiben wir stehen. Mindestens 5 Tiere schauen auf unser Boot. An den Lauten erkennt man dass sie nicht erfreut sind dass wir in ihrem Gebiet sind. Hinter uns tauchen noch 3 auf. Da wir an der Uferseite sind können sie uns nicht erreichen, das erfahren wir jedoch nach der kleinen Trinkpause (mit Eiswürfeln!) wobei alle Augen sicherheitshalber mal auf die großen Tiere gerichtet sind. Wir fahren wieder zurück über den Fluss der je nach Gebiet einen anderen Namen trägt, Kwando, Linyanti und Chobe sind nur drei davon.
Es gibt Brunch. Lecker und vor allem die Würstchen sind es. Afrikanische Würstchen waren bisher nicht so jedermanns Geschmack, aber diese sind so gut dass wir kräftig nach ordern. Wir fahren erst gegen 13 Uhr und so habe ich noch Zeit mich um das liebe Internet und die GPS-Routenplanung, mit meinem Fahrer Lasterbalk, zu kümmern.
Auf dem Weg zur Nunda Lodge fahren wir noch am Nambwa Camp vorbei, was eigentlich der Zielort gewesen wäre, anstatt des Kwando Camps. Wir fühlen uns wieder wie im Moremi, es gibt Pfützen und Sand so weit man sehen kann. Das Camp liegt auf einem Berg und erinnert auch ein wenig an den Wald von Peter Pan (laut Major Tom). Wir machen einen kleinen Rundgang bevor es gleich weiter geht.
Vor uns liegen 200 km Teerstrasse durch den Caprivi. Die Wolkenbilder hier sind sagenhaft. Die Zeit auf der Strecke verbringe ich mit Wolken anschauen und Landschaft genießen.
Wir kommen an der Nunda Lodge an, diese liegt direkt am Okavango. Die Sonne geht gerade unter und wir bekommen herrliche Motive für Fotos. Es gibt zwar gleich Essen aber Lasterbalk und Samoel springen noch kurz in den Pool. Da ich den Autoschlüssel mit mir genommen habe kommt Lasterbalk danach auf die Terrasse, schön eingewickelt im roten Handtuch. Danach gibt es Abendessen und anschließend wird gepokert, zu siebt. Ich rette mich mehrmals vo dem sicheren Aus und werde am Ende dritter (Lena gewinnt das Spiel!). Das spielt geht bis nach Mitternacht. Auf dem Weg zum Dachzelt treffen wir noch 2 Leute vom Camp die uns versichern dass heute wohl eher keine Krokodile und Hippos im Camp herumlaufen werden.

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