31.01.2011 – Tag 22

Nunda River Lodge => Beowolfs Farm (S 18 54.248° E 18 17.666°)

Gegen 5.30 Uhr klingelt der Wecker von Samoel, denn diesmal will er Tom den versprochenen Kaffee ans Bett, oder besser Zelt, bringen. Jedoch hört er ringsherum Geräusche dir ihm sagen, dass er sich besser noch nicht einfach so ins Freie begeben sollte, also bleibt er erstmal drinnen. Kurz danach werde ich wach, durch ein plätscherndes Geräusch. Dies kommt vom Nachbarzelt, welches Wagen 10 auf dem Dach hat. Ich erkenne Samoel wie oben auf dem Dachzelt sitzt und einer Tätigkeit nachgeht, die für die Geräusche verantwortlich sind.
Kurz nach 6 Uhr wache ich dann wieder auf und mache mich fertig für das Frühstück, was wir drüben am Rande des Okavango einnehmen werden. Wie schon erwähnt wurde, klappt ja nicht alles bei Bestellungen immer so wie man das will, was dazu führt dass Lasterbalk zwar ein „Sunny Side Down“-Ei bestellt, dies jedoch 3 Mal falsch bei ihm ankommt … bzw. seine Bestellung nie.
Bis Lasterbalk dann sein „Sunny Side Up“-Ei gegessen hat, höre ich dass das Internet zur Zeit nicht geht, also keine Berichte und Fotos abschicken heute. Bin ich ja schon fast gewohnt. Bis wir los fahren springen noch einige in den Pool, ein großes Hippo mit Irokesen Haarschnitt wurde dabei auch gesichtet. Andere wiederum, vertreiben sich die Zeit mit dem Nachtanken von Ersatzkanistern. Dabei stellt Team 10 fest, dass es für den Leien doch nicht so einfach ist Diesel und Benzin auseinander zu halten. Der Kanister wird reingeschüttet, was solls. Bir zur Tankstelle kommen sie sicherlich irgendwie.
In Rundu tanken wir erstmal nachdem wir Geld gewechselt haben.Das klappt wie immer. Finanzminister Falk und Kathrin gehen in die Bank und alle anderen warten. Dies dauert eine Weile und wenn sie dann doch mal wieder erscheinen, geht es weiter.
Entlang der Landstrasse muss man bei so vielen Kilometern doch mal eine kleine Pause einlegen also halten wir an. Da gerade an dem Rastplatz ein paar Hütten sind, haben wir schnell ein paar große Kinderaugen um uns herum. Die Kinder bekommen Stifte, Luftballons und Getränke von uns. Schön wenn Kinder so strahlen.
Weiter geht es und mein Fahrer bekommt durst, also was macht man dann als Führungsfahrzeug. Man fährt Vorsprung heraus um geschwind anzuhalten, den Halbasiaten zum Kofferraum rennen zu lassen, damit er dem durstigen Fahrer ein gekühltes Red Bull reichen kann. Schließlich schert man noch vor dem zweiten Fahrzeug (Team 2) wieder ein und behält die Führungsposition. Wir empfehlen diesen Stunt nicht auf deutschen Autobahnen!
Die heutige Route beträgt insgesamt über 420 km, was uns zu guter letzt, kurz vor dem Ziel, noch in eine Veterinärskontrolle bringt. Daran hatte aber keiner direkt gedacht, denn so werden wir das frisch gekaufte Fleisch gerade wieder los. Zum Glück lassen sie uns das Gemüse.
Den letzten Abstecher machen wir noch zum Giant Baobab Tree, einem riesigen ca. 2500 Jahre alten Baum. Was ein Gerät! Mich müsste man 15 Mal drumherum stellen und mir die Hände geben, damit ich den Baum einmal umfassen könnte, Samoel nur 12 Mal. Sehr beeindruckend, was die Natur so manchmal anstellt.
Direkt in der Nähe fahren wir zu einer Farm, die Beowolf gehört. Ein Südwest Afrikaner, den Gisbert auf seinen Afrikareisen kennengelernt hatte. Den Abend Campen wir auf seiner Farm und hören uns bei einem leckeren Abendessen noch viele schöne Geschichten an. Statt Fleisch bekommen wir Pilze die nur auf Termitenhügeln wachsen, was super lecker schmeckt. So genießt man doch einen schönen Abend in Namibia!

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  • Tina

    Ohhhh wie schön, es gibt wieder Fotos 🙂 Danke!