02.02.2011 – Tag 24

Onguma Camp Site, Etosha National Park => Etosha Safari Lodge (S 19 24.346° E 15 54.603°)

Die Routine nimmt ihren Lauf. Aufwachen, Duschen, Zelt zusammenbauen und rüber zur Lodge fahren um zu Frühstücken. Das Frühstück ist super, direkt auf der Terrasse mit Blick auf das Wasserloch. Es kommen sogar zwei Warzenschweine, die wohl auch gerade Frühstücken.
Bevor wir gehen dürfen wir noch eine der Lodge-Zimmer begutachten. Die Türen der Gebäude werden direkt aus Marokko eingeflogen, so exklusiv ist das hier alles. Vom übergroßen Bett kann man direkt über die eigene kleine Terrasse in die Savanne schauen. Ein Ausblick, der auch seinen Preis hat. Pro Person ca. 300 € pro Nacht. Dafür hat man auch seine Ruhe, mitten in der Wüste.
Los geht es in den Park. Wir müssen nochmal bezahlen und schon treffen wir das Nashorn vom Tag zuvor wieder. Zumindest glauben wir, dass es das Gleiche ist. Wenn der Tag schon so anfängt, kann das ja nur gut werden. Wir fahren weiter. Plötzlich hält Gisi an, ein Varan kreuzt die Strasse, und als wir nach dem Foto an ihm vorbei fahren, schnappt er wohl nach uns. Er ist wohl kein Fotofreund!
Wir fahren weiter, und zwar wollen wir da hin, wo wir gestern gegen Ende waren. Wir fahren und fahren, immer weiter. Jedoch weit und breit kein einziges Tier zu sehen. Ein paar Kilometer später immer noch keines.
In Halali, mitten im Park, machen wir eine kleine Pause. Der Pool (heute ist es sehr warm!) wird geentert, ebenso Essen wir eine Kleinigkeit und trinken auch etwas. In dieser Pause erzählt Gisi ein paar spannende Geschichten aus seinem Leben und spielt mit uns ein „Was ist was?“-Ritter Quiz. Wir wissen einiges, aber nicht alles. Als wir wieder los wollen, bemerken Samoel und Elsi, dass ihr Reisen platt ist. Er wird dank Team 2 in Rekordgeschwindigkeit gewechselt und es geht weiter.
Weit und breit kein Tier zu sehen. Wir fahren von Wasserloch zu Wasserloch, Kilometer über Kilometer und sehen nur Büsche, Bäume und Sand.
Heute spielen Team 3 (wir) und Team 4 (Tom und Lena) das Spiel: Stofffetzen klauen. Jeder von uns hat einen Stofffetzen, an jedem Rückspiegel kleben und muss die, des Anderen während der Fahrt entwenden. Gar nicht so einfach wie wir schnell bemerken. Dabei entstehen ganz neue Taktiken und vor allem lustige Fahrmanöver.
Gisi erspäht plötzlich einen Löwen, der im Gras liegt. Wir machen uns auf zu Fotografieren. Dabei entdecken wir noch einen Zweiten, der ein wenig entfernt ebenso im Gras liegt. Wir warten. Der erste läuft irgendwann auf den Zweiten zu und dann verschwindet er in den Büschen. Wow, frei lebende Löwen, wer sieht das schon mal im Leben. Tolle Sache denken wir uns. Da es langsam spät wird, machen wir uns auf die letzte Route, welche uns noch zum Gate und dann ins Camp führen wird. Auf dem Weg sehen wir 6 Fahrzeuge parken, wie den Abend davor muss da irgendwas sein, dass es sich lohnt anzuschauen. Und siehe da, Löwen. Insgesamt fast 20 Tiere, auch Junge sind dabei. Wir bleiben ca. 1 Stunde bei den Löwen, das Rudel bewegt sich dann auch noch und ruhen sich wieder aus. Wir sehen Löwenmännchen wie auch Weibchen, ein paar Jungtiere und vor allem schießen wir tolle Fotos, von Löwen in allen erdenklichen Positionen. Löwen auf der Strasse, wie sie neben den Autos her laufen, in 1-Meter Entfernung usw. Wir hatten alle Löwen direkt 3-4 Meter entfernt liegen. Wilde Tiere und zwischen ihnen war kein Zoogitter, sowas vergisst man niemals.
Es wird spät und wir müssen uns aufmachen zum Gate, damit wir noch heraus kommen. Nach 30 km erreichen wir das Gate, welches schon zu ist. Wir fragen lieb und man öffnet nochmal für uns. Es wird dunkel und wir merken dass unser „Licht an“ so viel Wirkung hat wie „Licht aus“, aber die anderen Fahrzeuge haben ja Licht. Wir kommen zur Lodge, welche den gleichen Besitzer wie das Canyon Road House hat, in dem wir schon waren. Nur diesmal im Eisenbahnstil. Es gibt leckeres Essen und sie haben auch einen Souveniershop, den ich mir aber morgen erst anschauen werde. Denn heute bin ich zu gerädert und werde früh schlafen gehen. Alle anderen aber auch.

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