03.02.2011 – Tag 25

Etosha Safari Lodge => Himba-Dorf Campsite (S 19 39.546° E 15 01.222°)

Es ist früh und ich laufe von der Campsite rüber zur Lodge um mich um die Versendung von Emails zu kümmern. Dabei treffe ich Tom am Pool, der seine Morgenzigarette genießt. Wir debattieren kurz darüber was Asiaten vor der Erfindung des Fotos gemacht haben und finden, dass wir eine schlüssige Erklärung gefunden haben. Weiter geht es zur Rezeption. Dort schaue ich mich noch bei den Souveniers um und kaufe eine Kleinigkeit, ebenso wie ein paar Postkarten. Mal schauen wie lange diese Postkarten brauchen.
Das Internet geht und ich versende nach und nach weitere Mails mit unseren Tagesberichten, ebenso wie mit Fotos.
Vor meinem keinen Zimmerchen ist die Kaffeebar und ich bekomme von Samoel einen Kaffee gebracht. Vielleicht hat er Mitleid mit mir, da ich bisher nicht zum Frühstücken kam.
Ich hole mir aber noch etwas zu Essen und dann geht es auch schon los.
Wir fahren nach Outjo. Die Fahrt geht über Teerstrasse, daher passiert da nicht so viel.
Als wir kurz vor dem Ort halten, damit sich die Gruppe wieder sammeln kann fehlt Wagen 10. Auch über Funk erreichen wir sie nicht. Wir warten noch ein paar Minuten und schon sind sie da. Samoel ist wohl Vollgas gefahren, das Auto hat jedoch 80-90 km/h nicht überschritten.
Wir suchen die Bank, tauschen Geld. Fahren zur Tankstelle und Einkaufen. Das ist schon Reiseroutine und funktioniert immer schneller.
Da Wagen 10 nicht mehr immer gleich anspringt, telefonieren wir, und bringen ihn in die Werkstatt. Es ist nicht so ganz sicher was mit dem Auto nicht stimmt, ebenso klappert etwas bei Wagen 2. Also beide Autos in die Werkstatt. Gegenüber der Werkstatt ist sogar eine Bäckerei (ja, sogar mit dem deutschen Wort!). Wir bestellen Schwarzwälder Kirsch, Bienenstich, Schweineohren und weitere Leckereien zu unserem Kaffee, lecker!
Wir beschließen die Gruppe aufzutrennen um noch eine Sehenswürdigkeit zu besuchen. Also bleiben Wagen 2 und 10 da und Alea und Elsi lernen Poker. Wir anderen fahren noch zum Vingerklip. Dies ist ein einziger Felsen der mitten in der Landschaft steht. Wir klettern sogar hinauf, was eine Aussicht. Man kann von hier aus Kilometerweit schauen und das in jede Richtung.
Als wir wieder herab steigen klettert Gisi noch auf einen 3 Meter großen Felsbrocken. Wie bei eine Katze ist der Aufstieg leicht, jedoch nicht der Abstieg. Er schafft es trotzdem wieder runter. Vom Vingerklip geht es weiter in Richtung Kamanjab. Auf dem Weg sitzen noch 4 Himba-Frauen am Strassenrand die etwas verkaufen, wir halten kurz, kaufen etwas, dürfen dadurch ein paar Fotos machen und fahren weiter.
Noch auf der Schotterpiste fällt uns ein dass am Anfang ein Wasserloch war. Der Gedanke, ob wir Tom eine Dusche schenken sollen, kommt kurz auf aber wir lassen es lieber da wir noch 4 Tage überleben müssen. Und die Rache von Tom ist wohl nicht gerade leicht zu verkraften. Plötzlich ist eine große Staubwolke vor uns und Lasterbalk lenkt geistesgegenwärtig nach rechts. Wir brettern durch die besagte Pfütze und Tom, der noch darin steht, duscht unfreiwillig. Über Funk hören wir seine Kommentare zum Volltreffer. Ups, so war das nicht gemeint. Nun auch egal, wir sind nun Fein Nr. 1 auf seiner Liste.
Von Kamanjab aus ca. 20 km in Richtung Osten, wo das Himba-Dorf liegt, welches wir am nächsten Morgen besuchen wollen. Da die andere Gruppe schon da ist, schickt uns Samoel noch die genauen GPS-Koordinaten und schon sind wir auch da.
Wir bauen auf und es Regnet, also bleiben wir im Auto. Samoel kommt uns besuchen. Als er wieder weg ist kommt El Silbador zu uns ins Auto und liest uns ein wenig vor. Draussen bauen Alea, Jean und Samoel aus Planen ein kleines Wasserfreies Lager auf. Trotz Regen beginnt Samoel Feuer zu machen, denn es steht ja noch Gegrilltes an. Und wenn er sagt dass er grillt, dann wird dies auch noch geschehen. Die gemütliche Runde verkleinert sich immer weiter und viele haben auch schon zum Butterbrot gegriffen. Das Feuer brennt jedoch weiter und Samoel grilt tatsächlich noch gegen 22 Uhr, da es nicht mehr regnet. Die letzten 4 von uns, Jean, Lasterbalk, Samoel und ich genießen unser Steak und gehen so nach und nach ins Bett.

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