04.02.2011 – Tag 26

Himba-Dorf Campsite => Palmwag Lodge (S 19 53.142° E 13 56.224°)

Die Frage von Herr Samoel an El Silbador klingt mehr wie „Mister Klopapier“ und nicht wie „wo ist das Klopapier?“. Mister Klopapier und Mister Kanister passen ja gut zusammen.
Nach dem Frühstück bekommen wir von unserem Guide eine Einweisung über die Himba. Ein traditionell lebender Stamm, der zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert den Norden Namibias besiedelt hat. Danach geht es ins Dorf, wo die Himbafrauen gerade singen und tanzen. Beeindruckt fragen wir den Guide ob es in Ordnung wäre wenn wir ihnen etwas mit unseren Instrumenten vorspielen, daraufhin laufen einige von uns nochmal ins Camp um die Instrumente zu holen. Wir schauen uns das Dorf an und dürfen Fotografieren. Als Europäer ist es schon seltsam Menschen zu sehen, die so Ursprünglich leben.
Als Verabschiedung spielen wir noch 3 Songs und die Himba applaudieren. Noch niemand hat ihnen etwas aus ihrer Kultur gezeigt, daher ist es ebenso für sie aufregend dies mitzubekommen, wie ihre Lebensweise für uns.
Anschließend kaufen wir noch ein paar Souveniers. Es geht nach Palmwag. Der Weg dahin sieht immer noch aus wie in Arizona.
An einer Kreuzung warten wir uns wollen gerade los fahren, als Tom bemerkt, dass wir einen schleichenden Platten an einem Hinterrad haben. Schnell wird der Reifen gewechselt und es geht weiter. Fast hätten wir es geschafft ohne einen platten Reifen, aber kann ja jedem mal passieren.
Wir kommen mal wieder an eine Veterinärkontrolle, gut dass Major Tom dies ein paar Kilometer zuvor einfiel und unser Fleisch an einem anderen Ort deponiert hat. Es geht recht flott und wir können weiter fahren.
Wir kommen im Camp an und wollen noch einen Game Drive machen. Die Reservierung für 16 Uhr klappt, wir sind gespannt was wir sehen werden. Zuerst noch Zelt aufbauen und dann noch kurz in den Pool. Alle bis auf Falk springen in den Pool und genießen das kühle Nass. Das tut gut an diesen heißen Tagen. Dabei fällt einem mal wieder ein, dass wir Februar haben.
In unserem Fahrzeug sitzen Team 1, 3 und 10 und unserer Fahrer heißt „Action“, das wird sicher super. Das Gelände ist 450.000 ha groß, wie immer sind es unendliche Weiten. Die Fahrt dauert und wir sehen tolle Landschaften. Wir haben ebenso viel Spass mit unserer Kühlbox, die reichlich gefüllt ist. Nicht mehr lange.
Im Aub-Canyon machen wir einen Halt und sehen einen sehr schönen Canyon vor uns. Es gibt Orte, die haben einfach eine Magie wenn man sie erlebt.
Weiter geht es, über Stock und Stein. Team 10 machen ihrem Job als Entertainment Team alle Ehre. Wir sehen scheue Bergzebras (sehr selten) und tatsächlich in weiter Entfernung ein wildes Nashorn. Wahrscheinlich hat es uns auch bemerkt und bewegt sich von uns weg, einen Berg hinauf. Gisi ist begeistert, denn er wollte unbedingt ein Rhino sehen.
Auf dem Rückweg fahren wir durch ein Flussbett was einen sehr steilen Anstieg hat, wir brauchen einige Anläufe um da hoch zu kommen mit unserem Fahrzeug. Später erfahren wir, dass der Wettbewerb der Fahrer darin besteht, ohne Allrad zu fahren. Dies hätte uns mal einfallen sollen, dann wären wir immer noch im Moremi.
An einem Aussichtspunkt halten wir, es gibt ein Picknick bei Sonnenuntergang über den Bergketten. Auf der restlichen Fahrt vernichten Samoel und Elsi so gut es geht alle Alkoholvorräte (gibt es Beerboarding schon?). Bis auf Wein, ist fast alles weg. Nach dem Abendessen geht es schnell ins Bett, Elsi war schon früher weg, vielleicht war das Beerboarding zu viel.

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