05.02.2011 – Tag 27

Palmwag Lodge => Mowani Mountain Camp (S 20 30.278° E 14 25.397°)

Man glaubt kaum was Nachts alles passieren kann. Elsi wird wach und hat durst. Jedoch ist keine Wasserflasche zur Hand, denn diese ist im Auto. Draussen hört er jedoch Geräusche, die ihm mitteilen, besser im Dachzelt zu bleiben anstatt ins Auto runter zu gehen um an eine Flasche zu kommen. Jedoch liegt der Autoschlüssel auch im Nachbarzelt bei Samoel. Eventuell sogar eine Wasserflasche. Also greift Elsi durch seine Zeltwand in die von Samoel. Dieser packt Elsis Arm, da er denkt es wäre ein wildes Tier. Nach einer kleinen Diskussion beschließt Elsi doch lieber noch ein paar Stunden zu warten bis es später heller ist um etwas zu trinken. Er wacht wieder auf und beschließt das gesammelte Wasser von seinem Vordach in seine leere Flasche umzufüllen und dies zu trinken. Nicht nur dass da der gesammelte Schmutz der Tour drin ist, das Wasser hierzulande ist nicht gerade als Trinkwasser zu bezeichnen. Schauen wir mal was den Tag über mit seinem Magen so passieren wird.
Nach dem Zeltabbau sitzen Lasterbalk und ich im Wagen und er fragt mich nach dem Autoschlüssel, den wir immer im Dachzelt bei mir disponieren. Mir fällt dabei ein, dass ich doch ein paar Momente zuvor noch darüber nachgedacht hatte, an den Schlüssel zu denken, bevor ich das Zelt zusammenpacke. Wir machen die Plane wieder runter und kommen zum Glück ohne großen Aufbau an den Schlüssel. Wir fahren rüber zur Lodge wo es Frühstück gibt.
Als später vom Auto mit der Landkarte wieder rein laufen will, kommt mir der komplette Trupp entgegen, da der General eine Planänderung beschlossen hat, wir wollen noch nach Torra Bay fahren. Also Ort gesucht und Route berechnet.
Wir tanken noch 3 Fahrzeuge direkt in der Nähe der Lodge, dabei beschließt Gisi wieder den Plan zu ändern und die ursprüngliche Route zu fahren.
Wir kommen wieder an die Veterinärgrenze und kommen trotz größerer Untersuchungen gut und schnell durch. Der Himmel ist gut bewölkt und es beginnt leicht zu regnen. Die Strassen verwandeln sich in Matschpisten. Wir halten bei Abzweigungen immer wenn sich die Gruppe über eine längere Strecke verteilt. Wagen 8 fehlt und kommt nicht bei. Auch nicht nach 5 Minuten warten und Funksprüchen. Gisi und wir drehen um und nach ein paar hundert Metern sehen wir wie Gunter langsam über den nächsten Hügel fährt.
Team 2 funkt, dass der Motor dauernd ausgehen würde. Als der Funkspruch „wir laufen wieder“ kommt, scheint alles klar zu sein, Jean und Alea gehen zu Fuß für den Rest der Strecke. Sie meinten damit jedoch ihr Auto.
Wir kommen zum versteinerten Wald. Bekommen eine deutschsprachige Führung die jedoch nur wenige Minuten dauert und wie wir finden doch nicht so interessant ist. Dabei sehen wir den längsten und den dicksten versteinerten Baum in der Gegend und gut ist.
Wir beschließen ins Camp zu fahren. Irgendwie steht das Lenkrad bei uns nicht gerade wenn wir geradeaus fahren, komisch. Nach einer Kurve schlingert unser Wagen und wir kommen zum stehen. Die beiden Vorderräder zeigen beide nach innen. Das ist nicht normal. Die Achse vorne ist ausgehängt. Da der Wagen so nicht abschleppbar ist, lassen wir ihn stehen. Wir räumen alles aus und verteilen uns in die anderen Autos. Schade, wir waren wirklich gut zu dem Auto und fast hätten wir den kompletten Trip damit gemacht.
Lasterbalk fährt nun in Wagen 4 mit Tom und Lena mit und ich in Wagen 10 mit Elsi und Samoel. Wir machen auch die Navigation von nun an.
Wir kommen zur Mowani Mountain Lodge und schauen uns den Lodgebereich an. Sehr schön wie das alles zwischen all den Felsen gebaut wurde. Wir trinken noch einen Kaffee und fahren rüber ins Camp, wo wir die Nacht über campen werden.
Es geht weiter in Richtung Stone Paintings. Um dort hin zu kommen, müssen wir mal wieder einen Fluss durchqueren, was jedoch sehr gut geht, da wir inzwischen ja schon Übung darin haben. Durch den vielen Regen in der letzten Zeit gibt es teilweise Flüsse, die auf den Karten nicht verzeichnet sind.
Wir kommen bei den Felszeichnungen an und sind eigentlich zu spät. Unser Professor Falk schafft es jedoch die Damen zu überzeugen, dass wir noch etwas sehen dürfen. Schließlich ist er ja mit seinen Stunden hier um genau diesen Ort zu besuchen. Ein Security führt uns herum. Sehr interessant wie man vor vielen Jahrtausenden Bilder von Tieren in den Stein gehämmert hat.
Danach sind wir hungrig und fahren weiter. Diesmal ist es ein Ort der aussieht als wäre es eine Autobahnraststätte im Afrika-Stil. Viele Touristen sind da und es gibt Buffet. Dazu muss die Kochmannschaft noch singen und es gibt Massenabfertigung. Bei Dunkelheit geht es zurück durch den Fluss ins Camp. Ich beziehe mein neues Bett auf Gisi und Sollis Wagen. Einschlafen kann ich nicht so schnell da eine Sitzgruppe vor mir noch diskutiert und Gisi im Nachbarzelt den Regenwald verkleinert. Irgendwann Nachts wache ich nochmal auf und höre Tiere die um die Fahrzeuge schleichen.

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