06.02.2011 – Tag 28

Mowani Mountain Camp => Ameib Camp (S 21 47.228° E 15 37.544°)

Da ich als zweiter Wach bin und Tom immer schnell für Kaffee sorgt genieße ich eine Tasse mit Tom. Es fängt an zu regnen. Das Frühstück wird schnell gemacht und verschlungen und los geht es. Wir haben heute eine Strecke über undefinierte Strassen. Bei uns zulande würde man es nicht mal Strasse nennen. Es sieht aus wir auf dem Mars. Überall Steinwüste und Berge, und wir fahren mitten hindurch. Nicht nur ein paar Kilometer. Über 100 km. Mehrmals kreuzen wir ein Flussbett und hoffen dass dies aus trocken bleibt solange wir hindurch müssen. An einem Stop schlägt Alea (nach einer seiner zahlreichen Motoruntersuchungen) die Motorhaube zu und es bricht dabei ein Schanier ab. Was macht man in so einer Situation wenn die Motorhaube nur noch einen „Arm“ hat und weiter nur vorne gehalten wird. Man nimmt Gaffaband und klebt die Stelle nochmal richtig zusammen mit dem restlichen Fahrzeug. Dabei bemerken wir dass irgendetwas im Kofferraum zischt. Klingt wie ein Reifen aber es riecht anders als Luft. Unsere Gasflasche ist aufgegangen und das Gas strömt heraus. Fenster auf und Gasflasche zu. Gut dass Elsi sich mal keine Zigarette angezündet hat. Wir fahren weiter und Wagen 2 vermeldet Rauch. Also halten wir an und checken das Problem. Ist wohl nichts schlimmes. In der Zwischenzeit schraubt Samoel eines unserer Bodenbleche ab, welches nur noch an einer Schraube am Auto hängt. Bei aktueller Strecke würde das nicht mehr lange da hängen bleiben.
Als es mal nicht regnet machen wir eine kleine Pause und es gibt einen neuen Snack, Knäckebrot. Hatten wir noch nie glaube ich.
Die nächste Flussüberquerung kommt und die Route würde uns im Flussbett weiter führen, jedoch ist das nun Wasser drin. Das Wasser ist nicht hoch und teilweise gibt es unter dem reissenden Wasser auch Betonplatten auf denen wir fahren können. Wir kommen gut rüber und auch die Folgefahrzeuge kommen gut rüber. Nur ein Auto steckt fest, kurz nachdem er das Ufer verlassen hat. Wagen 8 ist in ein Loch gerutscht. Tom fährt rüber um nachzuschauen wie wir ihn herausbekommen, Jean rennt als Verstärkung noch über den Fluss. Einheimische kommen und helfen ebenso. Es sieht aus als wäre dies das Ereignis der Woche im Dorf. Wir bekommen den Wagen mit dem Abschleppseil heraus und es gibt von Falk ein kleines Trinkgeld und Getränke für die Helfer. Als diese wieder auf ihre Flussseite laufen will auch der kleine Hund wieder mit ihnen rüber. Jedoch ist die Flut so stark dass es ihn über die Betonkante zieht und er beim zweiten Mal nicht mehr alleine auf diese zurück kommt. Alea sprintet zu ihm und rettet den kleinen Kerl. Er wird von Dorfbewohnern rüber getragen. Wir fahren weiter. Wie auch immer es Gisi schafft, aber kein Urlaubstag wird hier langweilig.
Wir kommen zur Ameib Ranch, wo wir heute sein werden. Es gibt auf der Campsite auch 2 Häuser mit je 2 Betten. Diese nehmen Tom und Lena und Lasterbalk und ich, wir haben ja kein Auto mehr, geschweige denn Zelte. Da Lasterbalk krank ist legt er sich gleich hin. Ich fahre mit Wagen 8, Gisi und Alea zur Bulls Party. Dies ist eine große Ansammlung von runden Steinen die in der Landschaft herumliegen. Nicht nur Steine sondern so große Felsbrocken, dass man dies nicht mit Menschenhand oder von Zuhilfenahme moderner Technik nachstellen könnte. Sehr beeindruckend was die Natur in vielen Millionen Jahren so alles anstellt.
Es gibt Abendessen und wir Pokern noch. Alea gewinnt tatsächlich auch noch sein erstes Pokerspiel.

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