Sabich – das bestgehütetste Staatsgeheimnis Israels

Ein Gastbeitrag von Nicole Öhlmann.

Während Hummus, Falafel und Shoarma auf der ganzen Welt bekannt sind, ist Sabich, das ultimative israelische Gericht, eines der bestgehütetsten Geheimnisse des Landes.


nicoleWährend meiner Reise durch Israel im letzten Sommer wurde ich von einheimischen Freunden in Tel Aviv „entführt“ und hatte die Gelegenheit, das leckerste Sabich der Welt zu probieren.

gastbeitrag_zoover01Sabich ist Pita-Brot, gefüllt mit gebratenen Auberginen, hart gekochten Eiern, Hummus, Tahina, Salat, Gemüse und wahlweise gekochten Kartoffeln. Normalerweise werden dem noch eingelegte Gurken, Petersilie, Zwiebeln mit Sumak gewürzt, sowie die Soßen „S-chug“ und „Amba“ hinzugefügt.

Sabich zuzubereiten klingt einfach, entpuppt sich aber als reine Handwerkskunst. Einer, der sein Handwerk versteht und (aus eigener Erfahrung kann ich sagen) ein Meister auf diesem Gebiet ist, heißt Oved Daniel, Israels bekanntester Sabich-Verkäufer. Schon seit 27 Jahren dominiert er die israelische Sabich-Szene mit seinem Imbiss in der Sirkin Street in Givatayim, einer kleinen Stadt an der Grenze von Tel Aviv. Mittlerweile ist sein Geschäft so bekannt, dass Menschen aus aller Welt herbeiströmen, um sein Sabich zu probieren.

Das Bestellen an sich ist schon so einzigartig wie das Sabich selbst. Oved Daniel hat seine ganz eigene Sprache entwickelt: Ein Mix aus Wörtern aus der Fußballwelt mit ganz eigenen Sabich-Verben. Wenn er dich zum Beispiel fragt, wie der Punktestand zwischen den zwei lokalen Mannschaften Maccabi und Ha-Poel ist, will er wissen, wieviel Amba (Gelb = Teamfarbe von Maccabi) und S-chug (Rot = Teamfarbe der Ha-Poel) du möchtest. Antwortest du also 2 – 0, bekommst du zwei Teelöffel von dem scharfen Amba und kein S-chug. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass man Amba ausschwitzt und man etwa zwei Tage nicht zu einem Date gehen kann. ☺

Sabich, das israelische Nationalgericht

Sabich, das israelische Nationalgericht

Ich war übrigens froh, dass mir meine israelischen Freunde bei der Bestellung helfen konnten, da ich doch etwas überfordert von den Fachausdrücken war. Davon sollte man sich jedoch nicht abhalten lassen, denn das Sabich war einfach nur köstlich. Also auf jeden Fall vorbeischauen beim nächsten Israel-Trip!