Sommerlich frische Brise vom Meer – ein Lachs-Rezept

Ein Gastbeitrag von Daniel Kehrer.

Das ‚gute Leben‘ gibt es ganz sicher auch in der Küche. Wer sich einmal von Messbecher, Waage & Co. verabschiedet und in die Unendlichkeit der Kombinationen geschaut hat, die/der findet Glückseligkeit in immer neuen Kreationen.


Frei nach der Frage ‚Misst Du noch oder kochst Du schon?’ hier eine kleine Kochgeschichte zur Inspiration:

Sommerlich frische Brise vom Meer:
Tartar vom Lachs auf Kuba-Spinat mit Kartoffelcreme und Salbei-Senf-Sauce

In den Hauptrollen der frische Biolachs mit seinem Geschmack nach Mee(h)r, der erdige Kuba-Spinat, auch ‚Postelein’ genannt, die zarte Kartoffelcreme und die pikante Sauce, die mit weichem Salbei und kräftigem Senf alle Mitspieler verbindet.

Zutaten:

Biolachs
Kuba-Spinat
Kartoffeln (mehlig)
Butter
Milch
Muskat
Salz, Pfeffer
Oregano
Zitronensaft
Olivenöl
Dill
Petersilie
Salbei
Chilipulver
Paprikapulver
Knoblauch
Senf
Weißwein
brauner Zucker

Die ganze Geschichte ist schnell erzählt und macht trotzdem was her, denn geteilte Freude usw …

Die Kartoffeln (weich kochend) frei nach Omas Rezept dünsten (vorher klein schneiden geht viel schneller), dann Wasser weg, Butter drauf, ein wenig Milch, Muskat (vorsicht mit der Menge), Salz, Pfeffer und ein wenig frischer Oregano. Feinschmecker hacken den Oregano schön fein und zerlassen ihn etwas in der Butter – aber nicht zu braun werden lassen. Alles mit dem Schneebesen durchrühren, probieren, fertig.

Den Lachs von der Haut befreien und das rote Fleisch in kleine Würfel schneiden. Nach Geschmack Zitronensaft zugeben (oder einen schönen Essig), Olivenöl, frischer gehackter Dill, Petersilie und etwas Salbei, Salz, Pfeffer, bisschen Chili, Paprikapulver, ein wenig frisch gepresster Knoblauch und gut vermischen. Ca. 5 Minuten ziehen lassen, probieren, fertig.

Den Kuba-Spinat etwa 30 Sekunden andünsten, bis der Zelldruck etwas nachlässt. Dann Wasser wegnehmen und mit Salz und Pfeffer in Butter schwenken. Voila.

Man kann natürlich auch anderes Grün (z. B. richtigen Spinat) nehmen – das was gerade da ist. Das Gericht entsteht bei mir meistens erst im Laden (natürlich im Bioladen). So gibt man dem Zufall und der Kreativität mehr Raum und hat weniger Arbeit, sich vorher was auszudenken oder ins Buch zu schauen. Außerdem schmeckt saisonal natürlich immer am besten.

Für die Salbei-Senf-Sauce den Salbei ganz fein hacken. Etwas Butter mit dem Salbei zergehen lassen und auf kleiner Flamme halten, so dass es nicht braun wird. Dann Senf dazu und etwas Wasser, gerne auch was Weißwein. Nach Belieben mit Salz, Pfeffer (gerne auch weißer), Chili, etwas braunem Zucker abschmecken.

Voila, happy end. Es gilt immer noch die alte Swinger-Weisheit ‚Alles kann, nichts muss’. Also viel Spaß bei den eigenen Kreationen und beim Teilen! 😉