Canon Legria Mini X im Test

Test: Canon Legria Mini X

Sicher ist dir diese Situation nicht neu. Du hast keine Ahnung von einem Produkt und eine Woche später hast du es. Dann ist es auch noch eine unglaubliche Erleichterung in seinem Gebiet. So war es bei mir mit der Canon Legria Mini X, welche ich nun als kleinen Camcorder für Video-Podcasts einsetze.

er02Anfang März war ich mal wieder im Fotoladen meines Vertrauens (Calumet in Essen: Kann ich nur empfehlen!) und habe mich zu ein paar fotorelevante Themen beraten lassen. Als wir auf Video-Podcasts kamen, erzählte mir Thomas, der Geschäftsführer von Calumet, dann von einem Gerät, welches speziell für diese Art von Videos entwickelt wurde. Es ist handlich und auch noch für jedermann bedienbar. Das klang natürlich super, und er zeigte es mir auf einem Monitor, da er gerade keine Kamera da hatte. Ich dachte nicht so sehr drüber nach, da ich ja eigentlich alle Videoaufnahmen mit meinen Canon EOS 5d MK II und III mache. Als ich dann später daheim war, habe ich mich nochmal rein aus Interesse über die Legria-Reihe informiert.

Canon Legria Mini X ideal, um sich selbst aufzunehmen

Canon Legria Mini X ideal, um sich selbst aufzunehmen

Ich schaute weiter und versuchte dann auch direkt, ein Exemplar zu bekommen, denn ich wollte es auf Tour dabei haben. Eine 3 Wochen Tour mit 9 Konzerten ist das richtige Testgelände. Ich schaffte es auch noch, mir 2 Tage vor Tourbeginn ein Gerät zu besorgen und los ging es.

Die Bedienung ist super einfach. Die Videos werden direkt auf eine SD-Karte in Full HD aufgenommen. Das Gerät selbst kann man auf eine normale Linse (ca. 50 mm) stellen bzw. auf einen Weitwinkel (sieht manchmal auch ein wenig nach Fisheye aus). Die Legria Mini X lässt sich in jeder Hosentasche transportieren und ist durch die Maße sehr handlich. Die Bedienung ist kinderleicht: Für schnelle Aufnahmen gibt es direkt eine Taste und wenn das Gerät ausgeschaltet ist, ist die Linse auch sofort geschützt (Da hat jemand echt mitgedacht!). Für externen Sound kann man auch ein Mikrofon anschließen, ebenso wie einen Kopfhörer, um bei der Aufnahme den Sound zu hören. Die Mikrofone des Gerätes sind absolut klasse. Ich habe die Canon Legria Mini X bei einem Soundcheck unter das spielende Schlagzeug gestellt und habe auf der Videoaufnahme keine Verzerrung feststellen können. Alles ist klar hörbar, ohne Übersteuerung. Wahnsinn! Die Automatikfunktion für den Sound ist super, so reagiert das Gerät direkt auf alle Pegel in der Umgebung.

Canon Legria Mini X, handlich und klein

Canon Legria Mini X, handlich und klein

Der kleine Monitor auf der Oberseite lässt sich ausklappen und in jede Richtung ausrichten. Das heißt, man kann über das Display jemanden filmen wie auch sich selbst (und sich natürlich dabei sehen). Diese Funktion ist wirklich klasse, da ich niemanden für meine Videos (egal ob für meine Mailinglists oder meine Lernseiten für Bass und Chapman Stick) brauche. Ich kann alles selbst machen und dies einfach und schnell! So muss es sein. Auch meine Bandkollegen brauchten keine Anleitung und somit können wir spielend jederzeit neues Videomaterial generieren, ohne großartige Aufbauten von Kameras und Ton. All unsere Video-Tourtagebücher der 2014-er Tour sind damit gemacht. Es geht so einfach und die Qualität überzeugt in jedem Maße. Die Kamera hat auf der Unterseite ein Gewinde für normale Kamerastative. Auch hier wurde mitgedacht.

Alles in allem für jeden Video-Podcaster, der ohne großes Filmteam unterwegs ist, ein absolutes Muss. Das Gerät hat seinen berechtigten Platz in meiner Tasche (die ich immer dabei habe) und ich denke, dass ich damit noch ganz viele Videos aufnehmen werde. Mal schauen, wann wir mit den gourMETTs die nächsten Videos drehen werden … hier gibt es die Canon Legria Mini X.