Veggie-Februar. Ein Fazit.

Nur noch ein paar Tage … dann ist unser Veggie-Februar Geschichte. Ich muss sagen: Gott sei Dank! Für mich war es sehr viel schwieriger, als ich zuerst dachte. Und das, obwohl ich wirklich nicht viel Fleisch esse.

sie02Ich bin ein Genussmensch. Ich möchte gerne Dinge essen, die mir schmecken und auf die ich gerade Lust habe. Das war in diesem Monat teilweise unmöglich oder sehr schwierig. Da gibt es zum Beispiel diesen Italiener „an der Ecke“, bei dem meine Arbeitskollegen und ich oft mittags eine Kleinigkeit essen. Auf der Mittagstischkarte gibt es dann neben Pizza auch einige Pastagerichte. Ich – als Neu-Vegetarier – konnte dann wählen: Entweder es wurden die Nudeln mit Tomatensauce oder die Nudeln mit Tomatensauce und Gemüse. Nicht sehr abwechslungsreich! Manchmal gehen wir auch mittags zum „Hühnerheini“, wie wir ihn liebevoll nennen. Auch da gab es massive Probleme. Das einzige vegetarische Gericht auf seiner Karte (neben nackten Pommes) sind Bratkartoffeln mit Spiegelei und Krautsalat. Das ist einmal lecker … aber nicht ständig!

Und dann gab es da noch das Problem mit dem „Low-Carb-Abendessen“ … Das ist als Vegetarier ja fast unmöglich! Vor allem, wenn man nicht so der Gemüse-Vegetarier ist! Ich glaube sowieso, dass ich eher der Adipositas-Vegetarier wäre. Man isst einfach viel zu viele Kohlenhydrate. Als Genussmensch macht mich eine Gemüsepfanne einfach nicht glücklich.

Lecker ... Bacon

Lecker … Bacon

Ich will nicht verzichten. Ich will nicht auf den Wirsing verzichten, weil er mit Speck gebraten wurde (Ich liiiiiiebe Wirsing!!!). Ich will beim Italiener auch die Pasta mit dem Schinken in der Sauce essen! Ich will Wurst! Ich will Fleischwurst! Ich will Bacon! Ich will Mett! Verdammt noch mal! JA! METT! Schön mit Zwiebelringen …

Bald ist der 1. März …

Tut mir leid. Ich bin einfach kein Vegetarier.

  • Christian

    Meiner Meinung nach sollte sich niemand dafür entschuldigen oder schlecht fühlen, kein Vegetarier zu sein. Seit Anbeginn der Menschheit wird Fleisch gegessen, das liegt in der Natur des Menschen.
    Dem Menschen das Fleisch zu entziehen – DAS ist die eigentliche Widernatur.
    Das einzige, was eine Entschuldigung verdient, ist die Art, wie wir Menschen derzeit mit den Tieren umgehen, die wir schlachten und essen. Wenn wir es jetzt noch schaffen, diese Tiere (alle Tiere…) zu Lebzeiten nicht so zu quälen und das Fleisch so wertschätzen lernen, wie es z.B. vor 10.000 Jahren der Fall war, wäre meiner Auffassung nach alles in Butter 🙂

  • Sie

    Sehr schön geschrieben! Seh ich auch so!

  • Ela

    Schön geschrieben.
    Und zu einer ausgewogenen Ernährung gehört für mich dazu, eben alles zu essen. Nur eben in den Maßen, dass es gesund für den Körper ist und eben gesund für die Seele.
    Für mich persönlich gehört es eben dazu auch mal ein Schnitzel auf dem Teller zu haben oder eben ein Mettbrötchen (ohne Zwiebelringe :-D)
    Ich bin schon gespannt, was euer nächstes Projekt ist

  • Miri

    So geht es mir auch.
    Den Fleischkonsum verringern: Ja.
    Ganz darauf verzichten: Für mich unmöglich.
    In Kombination mit Low Carb kaum machbar.

    Ich denke, wichtig ist vor allem, dass wir uns bewusster werden, WAS wir essen. Dann gibt es halt nur einmal die Woche Fleisch auf den Teller. Dann kann ich es mir auch leisten, vernünftiges Fleisch zu kaufen, anstatt das Discountersteak aus der Massentierhaltung. Dafür weiß ich aber auch, wie die Kuh, das Huhn oder das Schwein gehalten wurde und bis dahin ein relativ glückliches Leben hatte.

    Ich finde es klasse, dasss ihr es einen Monat durchgezogen habt und nun euer Fazit daraus schließt.

  • jei

    wenn man sowas länger durchzieht, dann wird es immer leichter, ich spreche aus erfahrung. auch ich habe anfangs noch dinge vermisst, obwohl ich aus vollster überzeugung vegetarier wurde.
    wenn man es aber nur ausprobiert und gar nicht wirklich „will“, kann es nicht funktionieren.
    für mich als (inzwischen) veganer aus überzeugung ist der text nicht nachvollziehbar, weil es für mich so deutlich ist: ich will nicht, dass ein lebewesen einfach nur für meinen „genuss“ leidet.
    da „verzichte“ ich lieber, wobei es kein verzicht ist.
    es gibt so wunderbare alternativen, von denen ich viele erst nach jahren kennen gelernt habe (wirklich JAHRE!).
    trotzdem!!!
    akzeptiere ich jede andere meinung, auch deine.
    ich möchte kein missionierender veganer sein, der jemandem dinge verbieten will, oder als schlechten menschen hinstellt, weil er fleisch isst. ich habe viele fleischessende freunde, die ich akzeptiere wie sie sind!

    mein wunsch ist allerdings, dass sich jeder mal ein wenig zeit nimmt, zu überdenken, was da auf seinem teller liegt.
    dazu kann ich niemanden zwingen. aber es ist ein wunsch.
    und oft beginnt es nur mit einem gedanken.

    wenn dadurch nur ein mensch mehr auf der welt vegetarisch und vielleicht auch vegan wird, ist das schon ein schritt weiter.