13.01.2011 – Tag 04

Wagen 3 am Schlafplatz

Wagen 3 am Schlafplatz in Koiimasis

Hauchabfontein = > Koiimasis (S 25.921388° E 16.262390°)

Guten Morgen Camp! Die Sonne ist gerade aufgegangen und man wacht aus dem wohlverdienten Schlaf auf. Zugedeckt von einem Schlafsack und kann direkt durch die Moskitogitter die ersten Sonnenstrahlen genießen. Was will man da eigentlich noch mehr?
Es ist angenehm frisch morgens, was bei uns keinen hindert mit offenem Hemd und kurzer Hose die Treckingsandalen zu suchen. Es riecht schon nach dem frisch gebrühten Kaffee. Also los geht es zum Frühstück, welches nur wenige Schritte vom eigenen Jeep entfernt stattfindet.
Nacheinander trudeln langsam alle ein und El Silbador berichtet dass Herr Samoel wohl die Nacht im Auto verbracht hat. Liegt da etwa der Dachzelt-WG-Segen schief? Egal, der Kaffee ist wichtiger und so ignoriert Herr Samoel auch meine Nachfrage gründlich, indem er direkt auf den Kaffee zusteuert.
Alle sind wach und schon geschieht das erste aufregende Ereignis des Tages. Des Generals neuer Jeep wird angeliefert. Der Chef fährt nun einen Diesel! Welcher noch schnell von allen Seiten beklebt wird bevor die Truppe den Camping-Platz verlässt. Die heutige Reise führt uns zu einem Schloss und anschließend nach Koiimasis.
Es ist zwar erst der 4. Tag unserer Reise und wir haben schon so viele atemberaubende Landschaften gesehen und erlebt aber man kommt sich so winzig vor wenn man all diese Berge am weiten Ende des Horizontes sieht und sie nur sehr sehr langsam größer werden.

Als Navigationsteam fahren wir gerade vorne als uns ein Funkspruch ereilt, es habe sich ein Fahrzeug überschlagen und alle sollten anhalten. Kurz danach „alle umdrehen“. Wir wenden und fahren zurück. Wir sehen ein Fahrzeug seitlich der Fahrbahn auf der Seite liegen, überall dazwischen und drum herum liegt der Inhalt und einzelne Autoteile. Wir sperren die Straße ab und können nur aus einiger Entfernung sehen wie alle zu Hilfe eilen. Da wir eine Halterung für Abschlappseile haben werden wir gerufen, da sich das Fahrzeug nicht per Hand auf die Räder drehen lässt. Also fahren wir heran und ich erkenne dass ein Case in der Nähe des Fahrzeuges liegt welches aber zum General gehört und nicht wie ich am Funkgerät falsch verstanden hatte unserem Falk. Diese steht nämlich in der helfenden Menge dabei. Der General ist schon aus dem Wagen geklettert, Solli jedoch noch im Auto, sie war am Steuer. Wir stellen den Wagen wieder auf die Räder und Solli kann endlich heraus. Sofort wird Schatten organisiert und Alea kümmert sich mit Lena um Solli. Zum Glück ist nichts passiert. Der Wagen ist schrottreif, er wurde uns ca. 1 Stunde zuvor geliefert. Wie sich später herausstellte kam der Wagen nach einer Senke ins schleudern und Solli hatte keine Chance mehr ihn auf der Strasse zu halten. Er stellte sich Quer und überschlug sich mehrmals bis er liegen blieb. El Silbador, Herr Samoel, Falk und Kathrin fuhren hinter dem neuen Wagen und haben dies gesehen.
Wir laden alles ein und lassen den Wagen an Ort und stelle stehen, sobald wir sicher sind dass Solli und Gisbert sich wirklich nicht verletzt haben, bei diesem Unfall. Auf dem Weg wird noch mit der Autovermietung telefoniert, die nicht gerade happy ist. Dies hätte jedem von uns passieren können, wie gut dass nichts passiert ist.

Wiedermal ist Tanken angesagt, wie schon erwähnt ist das nicht so einfach für so viele Fahrzeuge auf einmal. Vor allem wenn an einer Tankstelle nur 2 Säulen nutzbar sind und diese auch noch durch einen Generator angetrieben werden. Der Tankwart spricht zwar Englisch aber ist mit der Situation genau so überfordert wie die bisherigen Leute an den Tankstellen. Lasterbalk und Margot nehmen alle Daten auf und wir fahren weiter.
Wir kommen zum Schloss Düwisipp. Was von einem Deutschen erbaut wurde, welcher nur wenige Jahre darin gelebt hatte, bis er im ersten Weltkrieg fiel. Ein schönes Schloss und es wirkt doch ein wenig fremd wenn man bisher nur Steppe und Wüste gesehen hat. Das SWA2010 Team hat dieses Schloss schon letztes Jahr besucht und uns davon berichtet. Während die ganze Gruppe sich schon hinein begibt und umschaut führt unser Falk noch Verhandlungsgespräche und letztendlich schafft er es wieder einen Rabatt heraus zu handeln. Wir zahlen für fünf Personen weniger Eintritt. Ein schwerer Verhandlungspartner unser Falk Irmenfried. Viele Fotos und Eindrücke später verlassen wir wieder das Schloss um zum finalen Punkt des Tages zu reisen. Dem Camp Koiimasis.
Wieder auf der Strasse geht es zum Camp. Fast immer fahren wir über Schotterpisten um ca. 20 km vor dem Camp auf private Roads zu wechseln, welche nur mit Allradantrieb befahrbar sind. Es geht über Sand zum Camp. Immer wieder kommen Tore die geöffnet werden müssen, damit wir sie passieren können. Weit entfernt sind wieder ringsherum Berge am Horizont. An diese ewige Weite kann man sich echt gewöhnen. An der Rezeption angekommen werden wir empfangen und bekommen gleich unsere Campingplätze gesagt zu denen wir weiter fahren. Das tägliche Spiel beginnt und alle schlagen die Zelte auf. Zur Abkühlung geht es auch direkt in den Pool, welcher am Rand der Berge liegt. Das Wasser tut gut, bei all dem Wüstensand, der sich auf der Haut ablagert. Das Camp liegt idyllisch verborgen zwischen einer Bergkette welche uns fast komplett umringt. Die Sonne geht gerade unter und wir grillen Strauss und Oryx-Steaks.
Ansonsten ist nichts aufregendes passiert …

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