Phú Quốc – die Insel, wo der Pfeffer wächst …

 

Phú Quốc ist eine vietnamesische Insel, die vor Kambodscha im Golf von Thailand liegt. Wir haben 9 Tage auf dieser wunderschönen Insel verbracht und auch gesehen, wie dort der Pfeffer geerntet wird. Der Pfeffer ist von sehr hoher Qualität und weltweit beliebt.

 


Qualitativ hochwertiger Pfeffer!

Weltweit beliebter Pfeffer!


Wenn also jemand sagt „Du sollst bleiben, wo der Pfeffer wächst!“ – freut euch! Die Insel ist ein wahres Paradies! Wahrscheinlich aber leider nicht mehr allzu lang, denn der Tourismus macht sich immer breiter. Wir haben an vielen Stellen gesehen, wie der Dschungel abgeholzt wurde, um Platz für neue Infrastruktur zu schaffen. Wer Phú Quốc noch besuchen will, sollte dies also schnell machen!

Überall auf der Insel sieht man Pfefferplantagen. Zwischen den Pfefferstauden wird ein kleiner Graben gegraben, um dort in der besonders trockenen Zeit das Wasser einzulassen. Für die Pfefferernte steigen meist die Frauen einfach auf eine Leiter und pflücken die Zweige mit den reifen Pfefferkörnern ab. Dabei hat der Pfeffer je nachdem wann er geerntet wird, unterschiedliche Färbungen. Zuerst ist der Pfeffer an der Pflanze grün. Schwarz wird er erst, wenn er geerntet und getrocknet wurde. Weißer Pfeffer ist geschälter vollreifer Pfeffer. Roter Pfeffer ist vollreifer Pfeffer, der aber nur seine Farbe behält, wenn er nach der Ernte in salzige Laken eingewickelt wird.


 


Der Pfeffer aus Phú Quốc soll sehr aromatisch sein. Wir sind schon auf seinen ersten Einsatz in unserer Küche gespannt. Wir haben uns natürlich direkt mit weißem und schwarzem Pfeffer eingedeckt.

Coconut Tree Prison auf Phú Quốc

Im südlichen Teil der Insel Phu Quoc in Vietnam befindet sich das Phu Quoc Prison (Nhà tù Phú Quốc) oder auch Coconut Tree Prison, welches heute ein Museum ist.

Es wurde 1949 von den Franzosen gebaut und später von den Amerikanern im Vietnamkrieg betrieben, um Revolutionäre und Widerstandskämpfer zu foltern. Das Gefängnis ist mit viel Stacheldrahtzaun umgeben und an den Ecken stehen Türme, auf denen Wachposten mit Gewehren standen. Im Coconut Tree Prison oder Coconut Tree Camp stehen viele Wellblechbaracken, die nur mit Holzbänken ausgestattet sind. In den Baracken sieht man heute viele lebensgroße Figuren, die scheinbar unzähligen Folterszenen nachstellen. Der Anblick ist ziemlich gruselig und Kinder sollten vielleicht nicht dieses Museum besuchen.

In der Zeit, in der das Gefängnis betrieben wurde, ist es allerdings auch zahlreichen Inhaftierten gelungen, zu fliehen. Man sieht, wie sie über zwei Jahre lang einen Tunnel mit kleinsten Hilfsmitteln (z. B. einer Möhre) gegraben haben.


 

Viel Arbeit für ein paar Meter Weg!

Viel Arbeit für ein paar Meter Weg!

 


Außerhalb der Baracken sind sogenannte „Tiger-Käfige“. Das sind kleine Gitterkästen auf dem Boden, in der die Gefangenen kaum Platz zum Liegen hatten. Wenn sie sich bewegten, verletzten sie sich am Stacheldraht selbst. Sie lagen da oft viele Tage lang und waren tagsüber der Sonne ausgesetzt und nachts den Moskitos. Auf den Infotafeln stand, dass viele einfach in diesen Käfigen starben. Bei manchen ist die Haut verbrannt und es hat sich eine neue dünne Haut gebildet, die dann wieder verbrannt ist usw. Es ist sehr bedrückend, das alles zu sehen.

Auch wenn es sicher wichtig ist, so grausame Taten aus der Vergangenheit zu zeigen, so kam es uns trotzdem auch ein kleines bisschen wie Propaganda gegen die Amerikaner vor. Der Krieg ist einfach noch nicht lange her und noch lange nicht vergessen.


 


 

Bist du schon mal da gewesen? Wie war dein Eindruck?