26.01.2011 – Tag 17

Victoria Falls Restcamp (S 17 55.519° E 25 50.246°)

Da wir zwei Tage im Camp sind, gibt es heute ausnahmsweise mal keine lange Autofahrt, was auch mal gut tut. Internetzugang gibt es auch erst ab 10 Uhr, da der Herr mit den Gutscheinen wohl erst dann zur Arbeit erscheint. Dann kann ich eben noch nichts abschicken. Dafür gibt es ein großes Chaos beim Frühstück. Alle in der Gruppe tröpfeln so nach und nach ein und die ersten die bestellt hatten bekommen als letzte ihr Essen. Hier nimmt man auch Tischplätze nicht als Referenz für die Menüwahl. Es wird eben einfach herumgefragt, ob jemand das Essen hatte was der Kellner hier gerade herumträgt. Dementsprechend gibt es bei so einer großen Bestellung von 20 Essen dann auch mal ein paar zu viel oder eben einige Falsche. Auch die Geschwindigkeit ist oft nicht das, was man so kennt, von daheim.
Wir laufen zu den Victoria Falls, wobei wir noch nicht wissen dass wir heute mehr Laufen werden als die ganzen 17 Tage zuvor. Der Anblick ist schon etwas großartiges. Solche riesigen Fluten und Mengen an Wasser, die kontinuierlich herunterströmen. Sowas gibt es daheim nicht. Natürlich kann ich da nicht wirklich still halten und fange an zu fotografieren, um am Ende bei all der Wassergischt eine defekte Kamera zu haben. Bisher geht sie nicht, hoffen wir mal dass die Einlagerung in Reis etwas bringen wird und ich nicht den Rest der Reise ohne Kamera sein werde. Hier gibt es eine Eisenbahnbrücke die nach Sambia führt, man kann sie betreten ohne nach Sambia einreisen zu müssen, zum Glück, das könnte ja mal wieder ein paar Stunden dauern. Mitten auf der Brücke gibt es ein Zelt an dem man Bungee springen kann. Tom entschließt sich trotz des hohen Preises zu springen. Es geht 110 Meter in die Tiefe bis zum Wasser. Schon beeindruckend, dieser Ausblick. Als er zurück kommt über die Brücke sagt er, das schlimmste am Sprung sei es, Barfuß über den heißen Asphalt zurück zu laufen.
Weiter geht es zum Treffpunkt für unseren Helikopter-Rundflug Treffpunkt. 12 von uns werden mit dem Helikopter über die Vic-Falls fliegen. Ich bekomme eine Tüte gereicht und nehme sie mal mit, in der Hoffnung sie nicht zu brauchen. Aber Helikopter ist doch etwas anderes als Kleinflugzeug, und auch da werde ich wieder einsteigen wenn es sein muss.
Wir fliegen in 4er-Gruppen und Kathrin leiht mir, da sie nicht mitfliegt, ihren Kamera-Body (gleiches Model), damit ich ein paar Fotos machen kann. Super Sache! Tolle Fotos sind das aus ein paar hundert Meter höhe. Man bietet uns noch Videos und Fotos unseres Fluges an aber da wir selbst ein halbes Film- und Fototeam sind brauchen wir das nicht mitnehmen.
Anschließend lassen wir uns zum Victorial Falls Hotel fahren um dort zu Tea-Time einzukehren. Ein sehr nobles Haus. Wir können froh sein dass man uns dort einfach so mit unseren Safari-Klamotten herein lässt. Es gibt Tea, Sandwiches und was das Herz bzw. der Magen so begehrt. Die Aussicht auf die Brücke (nach Sambia) ist herrlich. Hier könnten wir bei den Temperaturen auch gerne länger verweilen. Schön im Kolonialstil gehalten dieser kleine Palast. Diesen Platz sollte man sich merken.
Danach geht es zurück zum Camp. Ich versuche mein Glück im Internet um nach Wasserschäden bei Kameras zu forschen und sichere meine Fotos. Für ein paar Mails brauche ich mehrere Stunden, da sie nicht versendet werden wollen, liegt wohl am Anbieter hier. Nach und nach klappt es. Falk gesellt sich noch zu mir, ebenso wie Kathrin, Elsi und Herr Samoel. Heute Abend sind alle so platt dass keiner mehr Essen gehen will, außer eine kleine Gruppe von 4 Leuten bleiben alle da. Zum Abschluss des Abends werfen Elsi und Samoel Kathrin, mit Kleidung, in den warmen Pool und springen hinterher. Es wird geplanscht und ich versuche weiter Mails zu verschicken bis ich irgendwann aufgebe. Morgen fahren wir wieder Auto, gute Nacht.

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