14.01.2011 – Tag 05

Die Strassen von Afrika

Die Strassen von Afrika

Koiimasis = > Klein Aus Vista Lodge (S 26.39309° E 1614.123°)

Die Sonne erwacht über den Bergen, und bis auf einen lauen Wind, der viele von uns Nachts wach hielt, ist es angenehm frisch. Das Frühstück heute besteht aus Straussen-Rüherei. Genauer gesagt, 4 davon für alle. Lecker, uns das in mitten der Wüste. Ringsherum ist einfach nichts als Sand und Berge.
Wir fahren los und die Sonne brennt schon gut herunter. Sonnencreme im Januar ist schon was feines! Auf der recht langen Fahrt über Stock, Sand und Stein spielen wir Spiele wie „ich sehe was, was du nicht siehst“, gefolgt von „ich rieche was, was du nicht riechst“. Sehr spannend, wenn man ansonsten fast nur gerade aus fahren muss bzw. kann.
Ein kurzer Stop in der Stadt Aus steht an, wir machen kurz Pause um etwas zu trinken und um Steaks zu bestellen, die wir am Folgetag mitnehmen werden.
Weiter geht es in Richtung Lüderitz. Dies bedeutet 120 km quer durch Wüstengegend. Das Spannende dabei war dass wir hier und da Sandverwehungen hatten von beiden Seiten, was etwas vorsichtiges Fahren mit sich brachte. Wir stehen kurz und das ganze Auto wackelt vom Sandstrahler aus der Wüste. Während wir halten tauscht Falk einen seiner Funkgeräteakkus und muss dazu das Fahrzeug verlassen. Sicher ein Spass so ein Naturpeeling. Wir fahren weiter und Treffen ein befreundetes Paar (Büffel und Beate) was Gisbert schon lange kennt. Lüderitz liegt direkt am Atlantik und so kommen wir von der Wüste direkt ins Kühle des Meeres. Was eine nette Abwechslung bei all dem Sand. Die Truppe geht einkaufen und ich suche mir ein kleines Internetcafe mit El Silbador um die neuesten Berichte und Tagebucheinträge abzusetzen. Anschließend geht es in den Yachthafen um etwas Pause zu machen. Was eine schöne kleine Stadt mit vielen bunten Häusern. Bei uns wäre das wohl eher ein Dorf. Auf dem Weg zum Auto gehen Elsi und ich noch einmal zum Strand um unsere Füße im Atlantik zu baden. Es ist schweinekalt!
Wir fahren weiter zur Klein Aus Vista Lodge (direkt bei Aus), was für uns bedeutet wieder 120 km durch die Dünen zu fahren. Durch den Seitenwind zieht es bei Team 7 (Thomas und Michel) die Plane des Dachzeltes herunter und es klappt sich kurzerhand auf. Alle drehen um, um zu helfen. Hier und da nehmen wir noch zusätzliche Spanngurte um die Plane besser zu befestigen während wir das Peeling genießen.
Auf dem weiteren Weg zur Lodge geht langsam die Sonne unter und ich fotografiere noch das Folgefahrzeug mit Major Tom am Steuer, mit dem schönen Sonnenuntergang im Hintergrund. Was ein schöner Anblick.
Wir kommen in der Lodge an. Sieht aus wie ein kanadisches Holzhaus mitten in der Wüste. Alles ist sehr schön angelegt und man hat eine super Aussicht auf die Berge ringsherum, dazu noch die Abendsonne die Wärme spendet. Wir bauen inzwischen alle sehr routiniert die Dachzelte auf und werden nach dem „frisch machen“ auch abgeholt zum Abendessen in der Lodge. Es gibt ein sehr leckeres 3-Gänge-Menü. So könnte jeder Abend aufhören … im Januar, und vor allem in kurzer Hose.
Der Abend wird mit einer schönen Poker-Runde abgeschlossen und ich fliege als erster aus dem Spiel … nicht schlimm da ich Zeit habe meine 1200 Fotos zu sortieren.

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