17.01.2011 – Tag 08

Canyon Road House => Quiver Tree Forrest Lodge (S 2628.901° E 1814.269 °)

Aufwachen, Aufstehen, Abbauen und Frühstücken. Danach geht es weiter mit der groben Routenplanung für die nächsten Tage in Namibia, die uns nach Botswana führen werden. General Gisi packt seine Karten aus und wir sprechen die Tagesrouten durch. Danach tanken wir noch am Canyon Road House und bezahlen für alle Tankfahrzeuge, was eine Ewigkeit dauert, da jedes Fahrzeug einzeln bezahlt werden muss/soll. Vor lauter Langeweile fangen einige an im Kreis zu fahren. Es sieht aus wie ein Wettrennen in Zeitlupe und das auch noch in sämtliche Richtungen. Nach einer gefühlten Stunde Bezahlen kommen Falk und Margot dann wieder und wir können los zum Fish River Canyon. Dirk und Sandra (Team 6) melden, dass ihr neues Auto sehr nach Benzin stinkt, was sich auch nach ein paar gefahrenen Kilometern nicht ändert. Wir halten kurz an um nachzuschauen, finden aber erstmal nichts. Auf dem weiteren Reiseweg bemerkt Falk, dass er wohl seinen Kulturbeutel vergessen hat, ein Plan zur Rettung wird entworfen und weiter geht es. Wie immer fahren wir über Schotterpisten und die Sonne brennt runter, irgendwas vor 40 Grad dürften wir schon haben. In unserem Fahrzeug Leuten wir heute was die musikalische Untermalung angeht, den Soundtrack-Tag ein, der kurz nach Abfahrt mit dem „Top Gun“-Soundtrack beginnt. Wer in den 90ern TV geschaut hat, oder im Kino war, kennt diesen Film! Der Weg zieht sich aber wir haben gute Musik am Start.
Nachdem wir die Zulassung erworben hatten (Falk konnte Rabatt herausschlagen) und auch herausgefunden haben dass irgendetwas an der Benzinzuleitung bei Wagen 6 nicht so ist, wie es sein soll (wurde von unserem Tech-Team repariert), geht es weiter zum Canyon. Was eine Aussicht! Auf der anderen Seite sehen wir klitzeklein die Gebäude der Fish River Lodge (siehe Tagebuch vom 15.01.2011). Wir klettern ein wenig runter und alle die Kameras mit sich haben, knipsen was das Zeug hält. Währenddessen fahren Tom und Falk wieder zum Road House um den Kulturbeutel des Herrn Irmenfried zu retten. Wir treffen uns dann wieder auf dem Weg an einer Kreuzung. „Top Gun“ ist zu Ende und weiter geht es mit „James Bond“-Songs. So fährt es sich schon recht angenehm, denn wir sehen nur Berge, Wüste usw. Ein Weg von über 250 km liegt heute noch vor uns.
Wir treffen in Ai-Ais ein um dort eine kleine Rast in den heißen Quellen einzulegen. Nun weiss ich wie sich ein Suppenhuhn fühlt … selbst meine Badewanne ist kühler! Das Wasser der Quellen kommt mit ca. 65 Grad aus dem Boden und wird für den Pool dort herunter gekühlt. Wer gerne Badet hat da seinen Spass. Unser Uwe freut sich schon die ganze Zeit auf diesen Punkt der Reise, genau seine Temperatur! Er planscht vergnügt während es den meisten dann doch zu warm ist. Da Uwe und Gisbert inzwischen herausbekommen haben dass ich einen Führerschein für 7,5-Tonnen Fahrzeuge besitze, und mich dazu auch noch mit Computern auskenne versuchen sie mich in der Hitze abzuwerben. Schauen wir mal wohin das noch so führt.
Wir glühen noch ein wenig in der Sonne und dann geht es auch schon weiter.
Auf dem Weg nach Keepmanshoop platzt Wagen 5 (Uwe und Margot) noch ein Reifen, was Uwe jedoch nicht wirklich mitbekommt da während des Ereignisses geschlafen hat. Margot lenkt den Wagen sicher an eine Raststätte, zumindest was man hier so nennt. Wir wechseln den Reifen und weiter geht es. Wir fahren zur Quiver Tree Forrest-Lodge bei Keepmanshoop um uns anzumelden. Dort gibt es Geparden, die man wohl auch streicheln kann. Schöne große Katzen sehen wir vor uns im Gehege, die wohl gerade aufs Fressen warten, gut dass es einen Zaun zwischen uns gibt.
Weiter geht es noch zum Giants Playground, ein Gebiet mit sehr vielen Steinen, welche aufeinander gestapelt sind. Es ist gerade Sonnenuntergang und wir erleben super viele und schöne Fotomotive, ebenso gibt ein kleiner Teil der Band ein „one-song-concert“. Ich Fotografiere was der Chip noch mitmacht, dabei nehme ich alles was mir vor die Linse kommt mit, sei es Eidechsen, Sonne, Mond, Steine, Felsen, Pflanzen, Skelette und sogar El Silbador. Ebenso erwische ich auch Herkules (Gisi) wie einen Felsen stemmt.
Die Sonne ist fast weg und wir fahren wieder kurz ins Camp um zum Abendessen in Keepmanshoop zu sein. Wir essen im Schützenhaus. Sehr deutsch! Danach geht es wieder zur Lodge um die Dachzelte auch mal bei Nacht aufbauen zu können, und ich weiss schon was wir morgen im Auto hören werden! Gute Nacht.

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