18.01.2011 – Tag 09

Quiver Tree Forrest Lodge => Red Dune Camp (S 25 07.800° E 18 56.950 °)

Als ich das erste Mal auf aufwache, scheint schon die Sonne und es ist auch warm. Leider wird mein Wecker gleich klingeln, oder eher zirpen und ich muss raus aus dem Dachzelt. Ich bin einer der Auserwählten für die Expedition nach Keepmanshoop.
Nachdem fast alle ihren Kaffee getrunken haben fahren wir los, 14 Kilometer liegen von uns. Als erstes suchen wir für Falk einen Zahnarzt. Da er wohl viel Respekt (oder eher Angst) vor dem Zahnarzt hat, merkt er über Funk an, dass die Schmerzen wohl schon weg seien. Nichts da, wir fahren weiter und liefern ihn mit Kathrin dort ab. Weiter geht es zum gestrigen Schützenhaus, um dort wichtige Faxe abzuholen. An der Straße stehen tatsächlich zwei Polizisten mit einem mobilen Blitzgerät, die vielleicht einer Frequentierung von einem Auto pro 5-10 Minuten ausgesetzt sind. Nach langem Warten beschließen wir doch später noch einmal zu kommen da es hier wohl mit dem Fax-Versenden nicht so einfach ist. Wir fahren zur Post, an der sich Lasterbalk an zig Schlangen anstellen muss um am Schluss gesagt zu bekommen dass das Packet schon ans Schützenhaus geliefert wurde. Wir holen Falk und Kathrin wieder ab und fahren einkaufen. Wie es sich hier so gehört kommen wir um einen Großeinkauf (sicher aus Sicht der Einheimischen) nicht herum und beladen unsere Fahrzeuge, um danach am Schützenhaus ewig auf das richtige Fax zu warten, ebenso nehmen wir das Paket mit, welches wir schon durch die halbe Stadt verfolgt haben.
Wir fahren zurück zur Lodge und dann auch gleich mit der gesamten Truppe weiter. Schon nach wenigen Kilometern haben wir einen Reifenschaden, eher gesagt Team 6 (Dirk und Sandra) welcher im Handumdrehen erledigt ist. Der kaputte Reifen wird mitgenommen und weiter geht es. Heute sind es grob 250 km, die vor uns liegen.
General Gisi warnt schonmal alle drei Support-Teams vor dass der nächste Reifen von ihnen gewechselt wird, da in der vierten Woche ja eh nur noch 6 Jeeps da sind. Wir freuen uns glaub ich alle schon darauf.
Heute kommt auf der Strecke, welche immer grüner wird am Rand, ein Abschnitt, der super lustig zu fahren ist. Es wechseln sich Senken und Hügel im 5-Sekunden-Takt ab und es geht Kilometerlang nur auf uns ab. Lasterbalk hat eine menge Spass und ich versuche mich und die Kamera einfach nur festzuhalten. Zum Schreien habe ich nicht mal mehr Zeit. Nach langer Fahrt kommen wir am Red Dune Camp an. Wir werden von Hunden, Kühen und den Besitzern empfangen. Sehr schön hier, fast wie auf dem Bauernhof mit super Wetter. Ach ja, heute brütet die Sonne auch gar nicht mal so schlecht … auf jeden Fall über 40 Grad.
Um zum Parkplatz für die Jeeps zu kommen müssen wir mit Allrad einen kleinen Hügel hoch … was Mr. Lasterbalk erst beim dritten Versuch gelingt. Selbst Kathrin ist beim ersten Versuch hochgefahren wie eine Eins.
Wir bauen auf mit ein wenig Wind aber diese Aussicht war es mehr als Wert. Wir schauen über den roten Sand in die Unendlichkeit. Die Sonne geht unter und wir Essen am Lagerfeuer, der Wind verschwindet auch langsam. Was ein Sonnenuntergang! Es wird wieder viel Fotografiert und der Abend endet ruhig und früh für mich. Elsi hatte uns (Samoel, Falk, Kathrin und mir) noch ein bisschen „Gute Nacht“-Geschichten vorgelesen. So schläft man doch gerne mit einem kleinen Wind zwischen den Dünen Namibias!

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