19.01.2011 – Tag 10

Red Dune Camp => Kalahari Bush Breaks Lodge (S 22 20.165° E 19 45.158 °)

Guten Morgen Dusche, denke ich mir als ich aufwache und auf der Düne vor mir genau diese erblicken kann. Und ich hatte recht, es ist schon klasse umgeben von ein paar Bambusgittern auf einer Düne, mitten in der Wüste zu duschen. Vor allem wenn ein paar halb wache Bandkameraden wartend herumstehen und fragen wie lange man denn noch braucht.
Weiter geht es zum Kaffee, den unsere Frühaufsteher (u.a. Tom, Dirk und Thomas) schon zubereitet haben. Ich habe über Nacht auch eine Idee für die Rettung von knapp 100 Fotos auf Uschis Kamerachip nachgedacht und habe vielleicht eine Lösung. Mir erscheint es immer noch ein wenig fremd meinen Laptop immer dabei zu haben (wie im kalten Deutschland auch) und ihn hier so selbstverständlich in der Wüste aufzuklappen als wäre nichts dabei. Habe ich schon erwähnt dass es morgens super warm ist? Falls nicht, dann hab eich dies nun getan. Wir fahren von der Düne herunter und werden an der Farm unten per Kompressor noch mit Luft versorgt, denn wir hatten ja für den Aufstieg der Düne Luft abgelassen damit wir den letzten Sandhügel hoch kommen. Dies dauert bei der Anzahl an Fahrzeugen und Rädern auch ein wenig. Zeit um mal wieder was zu trinken und Fotos zu machen. Wie immer eben. Es ist ein wenig bewölkt als wir weiter fahren. Die Sonne ist meist versteckt und die Landschaft neben der Strasse, oder besser gesagt Schotterpiste, wird immer grüner und bedeckter, je weiter wir gen Norden fahren. Team 10 (Samoel und El Silbador) melden Motorprobleme. Nachdem unser Teachnikteam sich das angeschaut hat, und auch das Fahrzeug gefahren ist, war die Lösung die Tankentlüftung … Im Tank hat sich ein Vakuum gebildet was keinen Sauerstoff mehr in den Tank zu lies. Der Fehler wird behoben und es geht mit dem ganzen Trupp weiter. Wir fahren heute insgesamt 445 km. Es fängt an zu nieseln und mein Kollege Lasterbalk hofft darauf heute sein erstes Wasserloch zu durchfahren. Er hat Glück und seine Freude ist sehr groß als unsere Reifen eine Pfütze durchfahren und unser Wagen ab diesem Zeitpunkt auch sicher nicht mehr nur weiß aussieht. Es regnet hier und da immer mal wieder. Dann hört es auch mal auf. Zwischendurch halten wir auch an um Team-Fotos zu schießen … also jedes Team und schlammiges Auto vor die Linse und Uschi macht die Fotos. Bei einem weiteren kleinen Stop weiht General Gisi das von Saltatio Mortis erhaltene Pernot-Case (dies ist ein flugtauglicher Koffer) ein, denn die anderen Vorräte sind aufgebraucht. Also greift er sich aus der Halterung eines der Pernot-Gläser und die Flasche … wir hören über Funk dass man dies so wohl überall auf der Welt genießen kann.
Immer wieder haben wir Regen und, was heute sehr neu ist, Gegenverkehr! Kam bisher eher sehr selten vor. Das Land hier ist ja auch groß.
In Gobabis wird getankt, was sehr viele Kinder dazu bewegt mal zu schauen was diese Touristen, also wir, so dabei haben und was wir so machen. Nach einiger Zeit in glühender Sonne (die Wolken waren wohl nur auf der Schotterpiste unterwegs) geht es auch weiter. Noch 65 km bis zur Lodge. Auf dem Weg sehen wir einen Polizisten, der alleine mit einem Lasermesser die Straße kontrolliert. Wir fahren ja eh angepasst daher ist das ja für uns kein Problem. Auf den letzten Kilometern regnet es wieder und wir kommen ins Camp. Ein Camp im Grünen, das gab es bisher noch gar nicht. Der Boden ist noch feucht und nass. Die Lodge ist einfach herrlich, Pool, Außenfeuerstelle und Abendessen überdacht. Wir relaxen noch etwas und nach den Drinks fahren wir zur Campsite um uns zu duschen und die Zelte aufzubauen (wie jeden Abend ;-). Einige von uns entschließen sich noch auf den 4×4 Offroad-Track zu fahren um da ein wenig herumzufahren, als wenn wir heute nicht eh genug Schlamm gehabt hätten. Danach werden wir abgeholt in einem Fahrzeug für 16 Leute und wir fahren alle wieder zur Lodge rüber. So müssen sich die Personen im Buch „Hummeldumm“ gefühlt haben, nur dass wir nur 5 Minuten fahren und nicht mehrere Tage oder gar Wochen.
Das Essen ist so lecker! Wir bekommen ebenso ein Rezept für „Butternut“. Ich schaffe es mal wieder ins Internet und erledige Dinge wie, Fotos sichern, Tagebucheinträge versenden usw. morgen fahren wir nach Botswana. Als ich freue mich schon.

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