22.01.2011 – Tag 13

Moremi National Park, Third Bridge Camp => Moremi National Park, Xakanaxa Camp (S 19 10.980° E 23 24.931 °)

Die erste Geschichte die ich heute morgen beim Frühstück höre ist die, dass Herr Hiller Nachts sein Geschäft vom Zeltdach aus verrichtete und dann beim Wiedereinstieg mit der Nase an einem Zelthaken hängen geblieben ist. Sehr erheiternd finden das alle, und auch er lacht darüber.
Als wir langsam anfangen alles zusammen zu packen kommt eine Dame des Camps und erzählt uns dass eine Stunde zuvor zwei Löwen gesichtet wurde, die sich nur ein paar Hundert Meter vom Camp bewegt hätten. Das ist Afrika!
Wir gehen auf eine kleine Pirschfahrt um noch mehr Tiere zu sehen und begeben uns danach auf den Weg zum heutigen Camp. An der Fourth Bridge geht es durch viel Wasser um dann über eine alte Holzbrücke zu fahren. Der siebte Wagen (Team 6) bleibt jedoch beim Versuch auf die Brücke zu fahren hängen. Es hilft alles nichts. Er kommt nicht von alleine raus. Also helfen alle. Manche holen Abschleppseile, andere dokumentieren, weitere halten Ausschau nach Tieren usw. Nach fast 90 Minuten haben wir das Fahrzeug per Abschleppseil und nach mehreren Versuchen drüben. In der gleichen Zeit hat Micha eine zweite Brücke untersucht, die zwar neu ist aber noch versperrt war. Die letzten 3 Fahrzeuge fahren über diese neue Brücke. Während einer kleinen Trinkpause am Weg entdecken wir noch eine Schlange und eine Schildkröte. Weiter geht es.
Mehrere hundert Meter später muss Uwe, der die Gruppe anführt, anhalten, da er vorne Links einen Platten hat. Der Reifen wird von den Supportteams (2 & 10) gewechselt und es geht weiter. Zur gleichen Zeit haben wir Gegenverkehr, und das in einem National Park.
Wir kommen am Nachmittag am Gate des Xakanaxa Camps an und melden uns an. Hier erzählt man uns dass nur 3 km von hier ein Löwenrudel an der Strasse gesehen wurde. Uwe hat inzwischen noch ein weiteres Problem an der Vorderachse, weshalb wir unbedingt ins Camp müssen um dies zu reparieren. Eine weitere Gruppe beschließt den Weg des morgigen Tages sowie die Löwensichtung zu checken. Also fahren Team 1, 2, 3, 4 los. Als wir an eine Gabelung vor dem Camp kommen rutscht der Wagen 3 (also wir) in ein Matschloch und wir fahren uns fest. Nicht dass dies ein Problem wäre aber die Matschlöcher riechen schön nach Elefanten und anderen Tierchen. Nach mehreren Versuchen ziehen Tom und Gisi den Wagen von Lasterbalk und mir heraus. Juhuuu! Jean und Alea entschließen sich kurzerhand nun doch am Camp zu bleiben und wir anderen fahren los. Wir geben am Gate noch kurz unser Ladegerät für die Funkgeräte ab und der freundliche Parkranger läd sie uns auf. Wir fahren den Weg entlang und treffen später wieder den Ranger der mit seinem Wagen an der Strasse parkt. Er zeigt auf die Löwen die ca. 4-5 Meter neben der Strasse in der Wiese liegen und sich sonnen. Ach ja, heute ist es wieder schön warm … irgendwas um die 40 Grad schätze ich mal.
Wahnsinn, diese Tiere sind so gefährlich und liegen in der Sonne als wäre alles um sie uninteressant, dies kenne ich nur von meinen Katzen.
Wir bleiben ein paar Minuten und fahren dann langsam weiter. Denn die Katzen fühlen sich beobachtet und verziehen sich langsam ins Dickicht. Wir schaffen es grob 8 km bis wir von einer Überflutung aufgehalten werden, was uns zeigt dass wir morgen wohl einen anderen Weg nehmen müssen. Wir kommen ins Camp und ich freue mich auf die Dusche. Bei dieser Gelegenheit wasche ich tatsächlich mal ein paar Kleidungsstücke durch. Schön braun ist das Wasser was da heraus kommt. Naja ist ja auch schon Tag 13 mit viel Wüste und Dschungel.
Falk hilft mir beim Routenpunkte ins GPS-Gerät für morgen einzugeben und es gibt noch lecker Bohnenpfanne von Tom. Der Sternenhimmel ist sehr klar, da hier kaum Wolken zu sehen sind. Nun wäre der Tag schon zu Ende aber kurz vor dem ins Bett gehen sehen wir noch 3 Schakale 10-20 Meter am Camp vorbei huschen. Alle gehen uns Bett.

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