23.01.2011 – Tag 14

Moremi National Park, Xakanaxa Camp => Chobe National Park, Savuti Camp (S 18 34.014° E 24 03.905 °)

Heute wird früh aufgestanden. Gegen 6:00 Uhr zirpt mein Telefon und ich höre schon einige reden. Vor allem rieche ich den frischen Kaffee. Wir haben heute einen langen Ritt vor uns. Es werden über 150 km sein.
Wir fahren recht zügig los und recht schnell entdecken wir 2 Tiere die vor uns weglaufen. Im ersten Moment ist nicht wirklich klar, was für Tiere es sind. Sieht nach Hund aus. Major Tom kommt näher und sie laufen immer noch auf der Fahrspur vor uns her, schon einige hundert Meter. Es sind 2 Hyänen, und was für welche. Sie laufen über die Pfützen hinweg und bleiben plötzlich in einer liegen und suhlen sich darin, schauen uns an und joggen fröhlich vor uns her. Ich fotografiere und filme sie, Wahnsinns Tiere (sie haben das stärkste Gebiss im Tierreich). Immer wieder sehen wir auf den Fahrspuren immer wieder Elefantenspuren, das kann ja noch heiter werden heute. Bei vielen Wasserlöchern kommen wir mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 20 km/h voran, d.h. Es wird eine Weile dauern bis wir da sind. Wir fahren in Richtung South Gate um von da an zum North Gate zu kommen, da wir ja seit gestern Abend wissen, dass wir den anderen Weg zum North Gate nicht fahren können. Die Strecke sind 30 km und es geht wieder ein bisschen schneller, schöne Offroad Strecke.
Am Gate angekommen sehen wir Paviane, die gerade ein Holzbrücke passieren. Über diese Brücke fahren wir auch gleich und einige Paviane laufen dem ein oder anderen Fahrzeug neugierig hinterher. Wir suchen den Weg nach Savuti und verfahren uns, denn in Botswana stellt keiner richtungsweisende Schilder auf, also fragen wir Einheimische und Parkranger. Der nette Ranger einer Lodge zeigt uns auch den Weg durchs Wasser, da wir ansonsten sicherlich einige Autos versenkt hätten bei unseren eigenen Versuchen. Wir kommen alle hinüber.
Wir kommen wieder auf die Hauptstrasse und fahren weiter. Auf der Strasse steht ein Elefant. Als Naviteam werden wir vor beordert und nähern uns ihm langsam. Er schlackert mit seinen Ohren. Wir fahren aber weiter auf ihn zu. Wir wollen ihm ja nichts tun, sondern nur weiter die Strasse entlang fahren. Ob er das versteht? Irgendwann jedoch biegt er ab in den Wald und wir kommen alle an ihm vorbei. Ein paar hundert Meter weiter sehen wir Zebras, diese erwischt man nicht so oft. Wieder ein paar Meter weiter stoßen wir auf eine Herde Elefanten und sind vorsichtig beim heran Fahren, da die Tiere auf beiden Seiten der Strasse sind.
Wir kommen in matschigeres Gebiet. Aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei und Timo und ich fahren uns beim Scouten (erstes Fahrzeug) im Matsch, mal wieder, fest. Über Funk hören wir nur „was für Deppen, fahren sie sich genau da fest wo ein Elefant daneben steht“. Wie bitte? Ein Elefant? Ich schaue aus meinem Fenster und 10 Meter von mir steht ein Elefant der gerade genüsslich Gras frisst. Gut dass ich nicht weiss was er gerade denkt aber er ist sicherlich sehr amüsiert was gerade hier geschieht. Ich beobachte weiter und Lasterbalk versucht das Fahrzeug herauszufahren. Wir kommen nicht voran. Tom zieht uns gekonnt heraus um ein paar Kilometer weiter selbst hängen zu bleiben. Uwe kommt zurück um Tom herauszuziehen, bleibt aber kurzerhand auch stecken … ja, das ist hier der Alltag! Uwe kommt frei und Tom wird von Lasterbalk herausgezogen. Alle anderen Fahrzeuge nehmen die andere Matsch-Strassenseite und kommen langsam durch den Matsch. Selbst Dirk und Sandra, die keinen Allradantrieb haben (zumindest funktioniert er nicht), kommen gut durch. Wir passieren noch mehr Elefanten links und rechts der Fahrbahn und es fängt an zu regnen. Die letzten 10 km der Piste wechseln sich Schlammlöcher und kleine Hügel ab. Was für uns bedeutet dass wir mehr Gas geben und die Matschlöcher etwas pflügen. Was ein Spass!
Nach 11 Stunden kommen wir am Gate an, melden uns an und fahren vor zur Campsite. Wir warten und keiner kommt nach. Auch nach der Erklärung über Funk, wie wir gefahren sind, findet uns keiner. Also fahren wir zum Gate zurück. Keiner mehr da. Versteckspiel mit Jeeps könnte man es nennen. Micha und Uschi finden uns, folgen uns und der Rest folgt ihnen. Jedoch sehen wir das Ende der Schlange direkt vor uns abbiegen und alle fahren noch eine Ehrenrunde zur Campsite. Heute Abend gibt es Spaghetti mit Tomatensauce, lecker!

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