24.01.2011 – Tag 15

Chobe National Park, Savuti Camp => Kasane, Senyanti Safari Camp (S 17 52.362° E 25 14.138 °)

Es ist sehr warm und ich wache auf. 6:00 Uhr zeigt mein Handy an. Ich drehe mich nochmal um und versuche noch ein wenig zu schlafen. Bald darauf stehe ich auf und erinnere mich dass diejenigen von uns, die 4 Wochen bleiben, heute Halbzeit haben. Wir haben jetzt schon Eindrücke für mehrere Monate gesammelt und erlebt. Beim Frühstück sehen wir einen Falken auf dem riesigen Baum über uns sitzen, der uns beobachtet. Wir werfen ein Stück Salami von uns weg und kaum ist die Wurst gelandet, schon hat er diese im Maul, leider hat das kleine Sumpfhuhn die Wurst nicht erwischt. Es beschwert sich mit seinem Gegacker. Nach mehreren Versuchen sind es schon 3-4 Falken die über uns unterwegs sind.
Nach dem Falkenfrühstück treffen wir noch ein schweizer Paar, was den Abend zuvor uns gefragt hatte, ob sie sich, den Weg über heute, uns anschließen könnten. Sie sind alleine mit einem Jeep unterwegs, sehr mutig wie wir finden. Elsi und Samoel machen sich schnell daran den Jeep für uns erkenntlich zu machen. Sie bekommen mit Gaffaband die Nummer „11“ verpasst, ebenso wie ein paar MPS-Aufkleber und ein Funkgerät. Es kann los gehen.
Es geht heute über 150 km über buckelige Pisten mit sehr viel Sand und Matschlöchern. Dabei fahren wir uns zwei Mal fest, kommen jedoch wieder aus eigener Kraft heraus. Tja auch Lasterbalk lernt nie aus. Vielleicht hat er aber auch nur die Nase voll, vom sich herausziehen lassen. Wir erreichen Ghoha Gate. Danach geht es weiter durch den Sand, es ist ein wenig wie auf Schienen fahren. Manche fahren mit Autopilot, um die Hände frei zu haben, dabei stellt sich Gisis Auto auch mal quer. Irgendwann wir die Hauptstrasse tatsächlich Zweispurig und wir holpern weiter die Strecke entlang.
Wir halten an, denn bei Tom stellen wir einen Lüftungskompressorschaden fest, was den komischen Geruch bei ihm in der Motorhaube erklärt. Er kann aber weiterfahren und wir kommen nach Kachiku. Die Strasse ändert sich auf Teer und wir machen kurz Pause. General Gisi beschenkt die einheimischen Kinder am Strassenrand mit Lampen und Buntstiften. Sie strahlen vor Freude. Bei diesem Stop bekommt er eine Nachricht von Horres geschickt, warum denn noch nichts über Poker-Ergebnisse und Getränkewahl des Trips zu lesen war. Was Poker angeht führt Lasterbalk mit 2 gewonnen Spielen vor Dirk mit einem. Was Getränke angeht liegt Grands mit Cola, sowie Schweppes ganz weit vorne.
In der Nähe zur namibischen Grenze müssen wir leider Wagen 5 Aufgeben der wohl nicht mehr weiter kommen wird. Uwe und Margot verteilen wir in 2 anderen Autos. Als wir los fahren wollen startet unser Fahrzeug nicht mehr und unsere Techniker stellen bei uns einen Schaden an der Lichtmaschine fest. Wir fahren mit Tom voraus um im Ernstfall nicht mehr so weit abgeschleppt werden zu müssen. Wir kommen jedoch bis nach Kasane.
Dort suchen wir den Supermarkt und die Bank. Bald werden wir von einem Werkstattangehörigen abgeholt um Toms wie auch unseren Wagen zur Reparatur zu bringen. Man sagt uns wir sollen morgen um 8:00 Uhr da sein aber wir überreden sie die Wagen heute schon zu reparieren. Also warten wir. Während alle anderen vom Einkaufen, Tanken und Geld wechseln kommen warten wir weiter bis alles geklärt ist. Wir bauen den Pokertisch auf und beginnen zu spielen. Warum auch nicht, wir warten ja schließlich.
Als alles geklärt ist dass Wagen 5 abgeschleppt wird, sowie bei Wagen 6 auch noch etwas repariert werden soll geht es für alle ins Camp. Wir, wie auch Tom warten zusammen auf unsere Autos bis diese repariert sind um dann bei Dunkelheit noch ins Camp zu fahren. Dies ist zum Glück nicht so weit entfernt. Dort angekommen, essen wir erstmal etwas und lassen den Abend ruhig ausklingen … hier werden wir noch vor Schlangen und Elefanten gewarnt. Ach ja, Team 11 ist auch hier.

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