28.01.2011 – Tag 19

Ihaha Camp (S 17 50.311° E 24 52.689°)

Der Morgen beginnt mit Geburtstagswünschen an unseren Samoel, der wiederholt in Afrika Geburtstag hat. Wir freuen uns schon auf das Fest, welches er ausrichten will.
Nach vielen „alles Gute“ geht es los. Bei uns jedoch erstmal nicht, da wir den eingelegten Gang nicht raus bzw. damit einen Anderen auch nicht rein bekommen. Dirk ist schnell zur Hilfe und mit ein bisschen männlicher Kraft geht das dann schon.
Heute morgen ist es ein bisschen frischer als sonst. Dies bedeutet unser General fährt sogar mit Pulli (Gisi, wenn du dies liest. Man hat mich zu dieser Aussage gezwungen). Viele fahren jedoch wie gewohnt in Sandalen, kurzer Hose und einem Oberteil das mindestens schon eine Woche getragen wird. Ja, so ist das eben in Afrika. Wer hier seine Haare gelt ist auch selbst schuld!
Der Fahrer mit dem Pullover beschwert sich dass keine Elefanten draussen unterwegs sind und ebenso keine Löwen, wie auch Wasserbüffel. Also suchen wir diese weiter. Heute sind wir im westlichen Chobe unterwegs, da wir gestern von Osten her zum Camp gefahren sind. Früh Aufstehen hieß es, damit wir die Tiere noch bei der Morgen jagt sehen. Was ein Reinfall. Zwar sehen wir noch Wasserbüffel und auch unsere geliebten Elefanten, welche Gisbert freudig attackieren, jedoch keinerlei Löwen. Gisi meint „hier müsste man Zebra oder Elefant sein“, denn diese haben hier ein recht stressfreies Leben und grasen herrlich vor sich hin. Außer wenn 10 MPS-Fahrzeuge die Strassen unsicher machen. Kurz nach diesem Satz kommt mal wieder ein halbstarker Elefantenbulle der sich gleich mit Gisi anlegen will. Auch er zieht den Kürzeren.
Es ist gerade 10 Uhr also wird angehalten um all die nicht gesehenen Löwen zu feiern, mit Pernot-Cola! Frisch von der Motorhaube.
Wir fahren wieder in Richtung Osten. Kurz nach dem Camp finden wir alle Arten von Getier auf einem Haufen. Giraffen, Impalas, Paviane soweit das Auge reicht.
Weiter geht es auf einen grünen Bereich. Wir werden jedoch von einem Rangerposten gestoppt, denn dahinter leben Nashörner. Wahrscheinlich wurden sie einfach zu oft fotografiert in der Vergangenheit. Wir drehen wieder um. Über Funk können wir schon die andere Gruppe (wir hatten uns aufgeteilt) hören. Sie berichten uns, dass sie tatsächlich keine Löwen mehr sehen können. Gisbert will beweise sehen. Ein Prospekt als Foto zählt leider nicht. Also haben wir Glück gehabt, denn es hat nun keiner an diesem Morgen auch nur einen Löwen gesehen.Trotzdem schade.
Wir fahren gemeinsam ins Camp zurück wo es auch gleich Mittagessen gibt und wir danach auch eine Pokerrunde starten. Freundlich wie ich bin, gebe ich recht schnell mein Geld an Dirk weiter. Er freut sich und ich bin raus. Die Supportteams 2 & 10 legen sich Schlafen, war ja auch anstrengend heute morgen herum zu fahren.
Bei der Finanzprüfung von Falk und Margot stellt Falk fest, dass seine Hand doch sehr angeschwollen ist. Kommt das vom vielen Lenken oder doch den den vielen stechwütigen Insekten?
Gegen Nachmittag fahren wir noch einmal in den Osten um weiter Tiere zu sehen. Plötzlich ein Aufschrei über Funk. Alea und Jean schreien was das Zeug hält. Was war passiert. An einer Stelle mit zwei aufeinander folgenden Pfützen umfuhr Team 2 beide Wasserlöcher, schön am Rand, wie sich das gehört. Team 10 wartete und griff aus der Sonne an, um möglichst viel Schlamm (inkl. Viel Elefantengeruch) durch das offene Fenster zu befördern. Sie waren erfolgreich! Viele Flüche später ging es dann in der Dämmerung zurück zum Camp. Es gab noch Abendessen und die letzten 4 Personen (Lasterbalk, El Silbador, Samoel und ich meine Wenigkeit) ließen den Abend ausklingen am ruhigen Lagerfeuer, im Einklang mit der Natur.
Die Natur holt uns schneller ein als wir denken. Plötzlich bewegt sich unter Samoels Stuhl etwas sehr schnell auf Lasterbalks Stuhl zu. Taschenlampen an und wir sehen eine recht flotte, braune, behaarte Spinne. Füße hoch und wir schauen zu wie sie mehrfach meinen und Lasterbalks Stuhl umkreist. Das Tier ist ein wenig größer als Lasterbalks Hand! Wir taufen sie Kathrin, und plötzlich war sie weg.

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