29.01.2011 – Tag 20

Ihaha Camp => Kwando Camp Site (S 18 02.583° E 23 19.333°)

Ein weiterer Tag des Abenteuers beginnt. Als ich erwache traue ich meinen Augen nicht. Herr Samoel steht draussen und macht Kaffee, er ist als zweiter wach. Kommt nicht so oft vor hier.
Wir machen uns auf zur Dusche die ein paar hundert Meter entfernt ist, natürlich mit Kaffee in der Hand. Auf dem Weg dahin sagen wir all den Pavianen guten Morgen. Und es kreuzen einige unseren Weg. Das Duschwasser im Camp Ihaha ist kalt, aber irgendwann muss man dann doch mal wieder unters kühle Nass.
Thomas, dem ich zu großem Dank verpflichtet bin, gibt mir seine Kamera für die 4. Woche. Danke dafür nochmals ausdrücklich. Meine Kamera hat trotz der Reiskur keinen mucks mehr gemacht. Ich befasse mich nach dem Frühstück noch mit der Kamera und sogar meine Objektive passen. Lasterbalk meint ich bin langsam wieder der Alte.
Der Frühstückstisch wird vollgestellt mit all dem Sprit (nein, nicht der Kraftstoff) den wir haben, um ihn aufzuteilen. Die 3-Wöcher werden uns heute Verlassen da sie über 1500 km in 3 Tagen nach Windhoek zurücklegen müssen.
Wir fahren nach Kasane. Wie wir am Telefon erfahren ist das Auto von Uwe noch immer nicht fertig, also fahren wir gleich Einkaufen und Tanken, das letzte mal mit 20 Leuten. Auf dem Spar-Parkplatz verabschieden wir uns dann alle. Es hat wirklich so viel Spas gemacht mit dieser großen Truppe. Und ich glaube immer noch dass Dirk mich ein wenig vermisst, da ich ihm so gerne all meine Poker-Chips gebe.
Wir fahren los, zur Grenze nach Namibia. Wen treffen wir da, die anderen 8. Sie haben auf der Strasse dahin wohl eine Löwin gesehen die gerade Zebras aufgelauert hat. Ein Auto hat wohl recht heftig gebremst, da die Löwin jegliche Dinge außer den Zebras komplett ignoriert hatte. Also begeben wir uns mal wieder zum Warten an der Grenze.
Irgendwie geht es dann doch und wir kommen los. Am Horizont sehen wir schon dunkle Wolken, und schon sind wir drin, im Regen.
In Katima Mulilo suchen wir eine Bank, wir finden sie auch, jedoch hat sie geschlossen. Ebenso gibt es kein Internet-Cafe. Wir fahren weiter. Von der Teerstrasse fahren wir ab nach Süden. Die Wagen gleiten wie auf Schmierseife über die Piste.
Irgendwann bleiben wir stehen da Wagen 10 wohl ein Blech auf der Unterseite mit sich schleift, was zuvor mit Kabelbindern am Auto befestigt war. Es wird fachmännisch mit weiteren Kabelbindern befestigt. Ich fotografiere und Gisi redet mit den örtlichen Bullen (den Tieren!). Neben den Strassen sehen wir immer wieder kleine einheimische Siedlungen, welche sich über Kilometer erstrecken. Ab und an sieht man ein Haus aus Beton, was irgendwie dazwischen ein wenig fremd wirkt.
Wir versuchen eine Campsite zu finden und nach einem Fehlversuch der uns nur in die Sümpfe führt, finden wir sie auch auf der GPS-Karte. In der Dämmerung finden wir die Kwando Camp Site, eine tolle Lodge und wir werden sogar auf Deutsch begrüßt. Auf dem Campingplatz angekommen kochen wir noch Hühnchen mit Curry und Reis und genießen den restlichen Abend.

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